Neckar-Odenwald

Konstituierung der SPD-Kreistagsfraktion Verabschiedung und Begrüßung / Kreisrat Joachim Mellinger berichtete letztmals aus dem Ausschuss

Seine Leidenschaft war die Schulpolitik

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.Noch einmal berichtete der aus eigenem Wunsch aus dem Kreistag ausgeschiedene Kreisrat Joachim Mellinger aus dem Schule, Kultur -und Partnerschaftsausschuss, nachdem die einstimmig wiedergewählte Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann den Tagesordnungspunkt aufgerufen hatte.

Für seine kritische und detaillierte Berichterstattung und für seine große Fachkenntnis dankte ihm, dessen Leidenschaft die Schule war, die Fraktion. Dass die Schülerschaft der Kreisschulen weiterhin über den Kreis versichert bleiben, konnte Mellinger abschließend berichten. Dass viele Großprojekte rund um das Thema Schule dem neuen Kreistag erhalten bleiben, auch.

Nach der Wahl der Vorsitzenden und ihrer Stellvertreter Karlheinz Graner, Dr. Dorothee Schlegel, Ralf Schnörr und Norbert Bienek wurde die Verteilung der Aufgaben der neuen beziehungsweise wiedergewählten Kreisräte ausführlich besprochen, da mit Gabriele Teichmann eine Fachfrau im Gesundheitswesen die Fraktion nun bereichert. Aufgrund der Kontinuität der Aufgaben wurden die Ausschussmitgliedschaften weitgehend beibehalten.

Eine längere Diskussion ergab sich zu den Neckar-Odenwald-Kliniken und dem Sachstand zum Kreisaltersheim in Hüffenhardt. Einerseits bedürfe es einer großen Transparenz, um die Verantwortung mittragen und auch klug mitentscheiden zu können.

Transparenz gefordert

Andererseits seien, und das wurde eben auch deutlich ausgesprochen in der Fraktion, durch manche noch nicht entscheidungsreife Fragestellungen, die zu früh und missverständlich an die Öffentlichkeit kamen, schon Schieflagen entstanden, die weder den Kliniken noch dem Kreis und seiner Bevölkerung gut getan hätten. Daher fordere man weiterhin eine sehr klare Transparenz und Informationspolitik in den Gremien, um bestmögliche Entscheidungen treffen zu können. Hierzu gehöre auch, dass man weiter mit der Mitarbeitervertretung ebenso im Gespräch bleiben müsse, wie mit der Geschäftsführung.

Vorberaten wurden einige soziale Themen, die im Ausschuss für Gesundheit und Soziales besprochen werden, wie die künftige Gestaltung der Suchtberatungsstelle, die Vollzeitpflege, das ESF-Projekt Flüchtlinge und Migranten an beruflichen Schulen und die Weiterentwicklung der Sprachförderung. „In Anbetracht, dass Sprache der Schlüssel zur Welt ist, muss es nicht nur Aufgabe der Politik, sondern Aufgabe der Wirtschaft und der Gesellschaft sein, Menschen zu befähigen, sich miteinander zu verständigen“, ergänzte die Sprachwissenschaftlerin Dr. Dorothee Schlegel .

„Wir lassen uns nun auch überraschen, wie das neue Gremium zusammen arbeitet, da immerhin neben neuen Gesichtern auch andere politische Richtungen vertreten sein werden“, so Heide Lochmann vorausblickend auf die anstehende Arbeit. „Wichtig bleibt uns ein fairer Ton und die konstruktive Sacharbeit zum Wohl der Menschen hier im Kreis.“ spd