Neckar-Odenwald

Im Neckar-Odenwald-Kreis Unterm Strich bezahlten Bürger und Firmen rund 132 Millionen Euro für die kommunalen Ausgaben

„Sprudelnde Steuerquellen“ unter der Lupe

Neckar-Odenwald-Kreis.Steuerzahlungen von Einwohnern und ansässigen Firmen füllen die Stadtkassen im Neckar-Odenwald-Kreis.

Nachdem die Steuereinnahmen 2016 vom Landesamt für Statistik veröffentlicht worden sind, wissen wir: Der Geldzufluss sank hier gegenüber dem Vorjahr um 8,49 Millionen Euro. Unterm Strich bezahlten Bürger und Firmen rund 132 Millionen Euro für die kommunalen Ausgaben im Neckar-Odenwald-Kreis.

Ein Teil der Steuerquellen, aus denen sich der kommunale Haushalt speist, sind die „Realsteuern“. Sie umfassen die Grundsteuern (A und B) und die Gewerbesteuer. Bei der Grundsteuer wird das Eigentum am Grundstück besteuert, bei der Gewerbesteuer ist das Eigentum an einem Gewerbebetrieb die Besteuerungsgrundlage.

Die Gewerbesteuer, zugleich die wichtigste kommunale Geldquelle, brachte 2016 im Neckar-Odenwald-Kreis runde 44,97 Millionen Euro ein und machte damit schon 34,08 Prozent des Gesamtsteueraufkommens aus.

Freilich bleibt nicht die ganze Gewerbesteuer in der Kasse. Es gibt eine Gewerbesteuerumlage, die abzuführen ist, 2016 betrug sie 9,94 Millionen Euro (Vorjahr: 8,19 Millionen Euro) und über die freuen sich die Finanzminister von Land und Bund. Im Gegenzug bekommen die Kommunen wiederum Anteile an der Umsatz- und der Einkommensteuer. Allein aus letzterer flossen im Jahr 2016 insgesamt 62,49 Millionen Euro zu (2015: 61,23 Millionen Euro). Damit sorgen Arbeitnehmer und Selbstständige über die von ihnen bezahlten Steuern auf Lohn und Einkommen allein für weitere 47,36 Prozent der kommunalen Einnahmen.

Und über den kommunalen Anteil an der Umsatzsteuer kamen weitere 5,78 Millionen Euro (Vorjahr: 5,63 Millionen Euro) in die Kasse, macht 4,38 Prozent der Einnahmen. Die Grundsteuereinnahmen betrugen (A und B zusammengerechnet) 2016 im Neckar-Odenwald-Kreis 18,71 Millionen Euro (Vorjahr: 18,73 Millionen Euro) gleich 14,18 Prozent.

Die Grundsteuer ist dabei so etwas wie eine kleine Vermögenssteuer, denn sie wird ohne Ansehen der Leistungsfähigkeit des Grundstücksbesitzers kassiert.

In der Summe waren das 2016 131,95 Millionen Euro Steuereinnahmen für die kommunalen Ausgaben im Neckar-Odenwald-Kreis (Vorjahr: 140,43 Millionen Euro). Damit sanken die Einnahmen bei uns um 8,49 Millionen Euro. Im Jahr 2014 kam eine Steuersumme von rund 145,92 Millionen Euro zusammen und im Jahr 2013 runde 126,57 Millionen Euro.

Für 2017 und für 2018 sehen die Schätzungen auch nicht schlecht aus: Aber bevor nicht der letzte Kämmerer seine Abrechnung gemacht hat, lassen sich von der Datenbank dazu noch keine Daten abheben. Sonst wäre ja leicht zu erkennen, wo es beim Abrechnungstempo hapert. Aber beim Abkassieren sind alle stets auf dem Laufenden. zds