Neckar-Odenwald

Christine Denz ist tot Kommunalpolitikerin starb überraschend

Vorkämpferin für die Umwelt

Archivartikel

Mosbach.Die langjährige Grünen-Kreisrätin und Mosbacher Stadträtin Christine Denz ist nach kurzer Krankheit im Alter von 71 Jahren überraschend gestorben. Seit 1978 lebte die gebürtige Soltauerin mit ihrer Familie in Mosbach.

Die Umweltpolitik war der Sonderpädagogin ein großes Anliegen und so engagierte sie sich schon bald politisch in der Kreisstadt. 17 Jahre lang saß sie für die AL im Mosbacher Gemeinderat. Dem Kreistag gehörte die Trägerin des Verdienstordens des Landes von 2004 bis 2017 an.

Beim Thema Energiewende war Christine Denz eine Vorkämpferin. Sie scheute sich auch nicht davor, unbequem zu sein, zum Beispiel als Mitglied der Bürgerinitiative „Atomkraftwerk Obrigheim abschalten“ und Klägerin gegen das Kernkraftwerk. Den Kreisverband der Grünen hob sie mit aus der Taufe und leitete ihn bis 2012. Auch die Frauenpolitik, die Bewahrung der Schöpfung und vor allem die globale und soziale Gerechtigkeit trieben die Kommunalpolitikerin um. In vielen Bereichen setzte sie Akzente und motivierte Mitstreiter. In Erinnerung bleiben wird Christine Denz vor allem im Zusammenhang mit der Umweltpolitik. Sie zählt zu den Gründern der Klimamesse und startete zahlreiche erfolgreiche Energieprojekte, zum Beispiel im Rahmen der Initiative „SUN“. Nach einer Erkrankung zog Christine Denz vor einiger Zeit nach Braunschweig, um in der Nähe einer ihrer drei Töchter zu leben. Dort ist sie nun nach kurzer, erneuter Krankheit gestorben. sab