Neckar-Odenwald

CDU-Senioren-Union im Neckar-Odenwald-Kreis Kreisversammlung im Johanniterhaus Tannenhof in Neckarelz

Weniger Abgeordnete im Bundestag gefordert

Neckar-Odenwald-Kreis.In der Kreisversammlung der CDU-Senioren-Union wurden Hans Rüdiger als Vorsitzender, Gerhard Raab und Ingrid Lottes als Stellvertreter, Klaus Roos als Schriftführer, Leo R. Johmann als Pressereferent und Internetbeauftragter und gleich sieben Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Nach der Begrüßung der vielen Teilnehmer – trotz der heftigen Hitze – folgte seitens Hans Rüdinger der Rückblick und zugleich eine harte Analyse und Diskussion der Politik vor Ort, im Land und Bund.

Die Senioren-Union im Kreis konnte im Gegensatz zur CDU in 2017/18 Mitglieder gewinnen. Entscheidend sind, so Hans Rüdinger, die Aggressivität und die Konzentration auch auf die eigenen Probleme. Sicher könnte Deutschlands demografischer Wandel sich noch sehr positiv auf die Mitgliederzahl auswirken. In Österreich beginnt bereits mit 50 Jahren die Mitgliedschaft im Seniorenbund. Der Begriff Senioren steht dort nicht für die Älteren, die Pensionäre, die Rentner sondern die Erfahrenen, die Gestalter.

Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit dürfe aber nicht zum weiterem Verkrusten, zu noch weniger Kreativität, Verbeamtung/ Selbstbedienung des Staates führen. Beim Wiederaufbau Deutschlands habe man einen schlanken Staat gehabt, heute sei der Bundestag mit 708 Abgeordneten der größte und teuerste aller Zeiten, auf allen Ebenen seien aufgeblähte Verwaltungen, riesige Beraterstäbe, teure sogenannte Expertenteams. Und dabei würden Handwerker, Pflegekräfte, Facharbeiter, Lehrer und mehr fehlen.

Laut Landratsamt gebe es 2030 – also in zwölf Jahren – 8800 Pflegefälle anstelle der 1700 heute im Kreis. Die Zahlen seien repräsentativ für die Bundesrepublik. Das bedeute, dass die Pflege- und Kranken-Versicherungsausgaben und die entsprechenden Beitragsabzüge ins Unermessliche steigen. Und doch sehe man keine Lösungsvision von den Politikern. Und deswegen fordere die Senioren-Union des Kreises und des Bezirks Nordbaden die Beschränkung der Abgeordneten-Zahl in Berlin bei der nächsten Wahl auf 550 und die Begrenzung der Mandats- und Amts-Zeiten auf maximal drei Perioden. „Wir brauchen kreative im Beruf und im Leben erfahrene Politiker, nicht Berufspolitiker, keine Problemmacher, sondern Problemlöser“ so Altbürgermeister Josef Frank.

Deutschland sei, bezogen auf das Sozialprodukt mit 40 Prozent Export absoluter Weltmeister und somit total abhängig. Nur im Rahmen Europas, als Mitgliedstaat Europas, im Güter- und Leistungsverkehr in die europäische Gemeinschaft integriert, sei das zu vertreten. Wenn Trump für den Autoimport die Zölle hochtreibe und die totale Fertigung in den USA erzwinge, stehe Deutschland in einer schlimmen Krise, ein Umbau der Beschäftigung werde nötig.

Asyl- und Entwicklungshilfe waren ebenfalls Thema im abgelaufen Jahr und jetzt der Koalitionsstreit, der als überflüssig eingestuft wurde.. Bei der Entwicklungshilfe müsse der Aufbau vor Ort durch Fachkräfte, Handwerker, Senioren erfolgen und durch regionale breite Kooperationen von Entwicklungs- und Helfer- Regionen zum Beispiel dem Neckar-Odenwald-Kreis. Das Geld müsse vor Ort zirkulieren! Nachfrage und Produktion müssten geschaffen werden und nicht die Nachfrage nach Importgütern und Dienstleistungen. Hans Rüdinger stellt die nächste Reise in das politische und kulturelle Wien im Oktober vor. lrj