Neckar-Odenwald

Im Kreistag Der Jahresabschluss 2017 der Dienstleistungsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises gibt Anlass zur Freude / 46 101 Euro Gewinn erzielt

„Wir sind weiterhin auf der Erfolgsspur geblieben“

Archivartikel

Neckar-Odenwald-Kreis.„Wir erreichen regelrecht Traumwerte“, strahlte Landrat Dr. Achim Brötel, der am Mittwochnachmittag im Rahmen der jüngsten Kreistagssitzung in Adelsheim Einblick in den Jahresabschluss der „Digeno“ gab.

Im Geschäftsjahr 2017 hat die Dienstleistungsgesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises gGmbH einen Jahresüberschuss in Höhe von 46 101 Euro erzielt.

Somit sei man „weiterhin auf der Erfolgsspur geblieben“, verkündete Dr. Brötel, verwies auf die Bilanzsumme in Höhe von rund 2,59 Millionen Euro und die Umsatzerlöse, die sich 2017 auf rund 2,57 Millionen Euro beliefen.

Die Entwicklung der einzelnen Geschäftsfelder sei im wesentlichen positiv verlaufen. Eine Ausnahme habe das Geschäftsfeld „Personalservice“ gebildet, das aufgrund der Probleme bei der Personalfindung stark rückläufig gewesen sei.

Gesunkene Personalkosten

„Das Umsatzziel der ’Digeno’ wurde trotzdem weitgehend erreicht. Das leicht überplanmäßige Jahresergebnis resultiert aus den überproportional gesunkenen Personalkosten.“

Alle anwesenden Kreisräte stimmten dem Beschlussvorschlag zu, der unter anderem vorsieht, dass der Jahresgewinn vorgetragen und für satzungsgemäße Zwecke der Gesellschaft verwendet wird. Der Geschäftsführung wurde für 2017 Entlastung erteilt.

Volker Mackert (CDU) bezeichnete die „Digeno“ als ein „gesundes Schiff“ und ging kurz auf die „herausragende Leistung“ des Teams ein. Er freute sich, dass durch das Engagement aller Beteiligten „so viele Menschen in ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis vermittelt“ werden konnten und somit „eine neue Perspektive erhalten“ hätten.

Über das positive Ergebnis freute sich auch Walter Neff (SPD), der unterstrich, wie wichtig es sei, erwerbsfähige, hilfsbedürftige Menschen wieder an den Arbeitsmarkt zu bringen. Die Vermittlungsquote „unterstreicht die sehr gute Arbeit.“

Wie Dorothee Roos (Bündnis 90/Grüne) erklärte, sei die „Digeno“ eine „sinnvolle, richtige und wertvolle Einrichtung.“ So lange die Gesellschaft Menschen mit Problemen in reguläre Beschäftigungsverhältnisse bringe und dabei einen bescheidenen Gewinn oder eine schwarze Null erwirtschafte, „werden wir sie immer unterstützen.“

Motivation fördern

„Die wirtschaftliche Situation der ’Digeno’ ist gewohnt hervorragend.“ Dafür dankte Joachim Barzen (Freie Wähler) Verantwortlichen und Mitarbeitern, gab aber auch zu bedenken, dass „das Ergebnis aller Bemühungen und Aufwendungen seitens der ’Digeno’ und des Staates mehr als bescheiden sei, wenn man die Vermittlungsquote anschaue, denn: „Eine Vermittlungsquote von 20 Prozent im Jahr 2017 bedeutet umgekehrt formuliert das Scheitern einer Vermittlung in 80 Prozent der Fälle.“ Auch wenn es in vielen Fällen „multiple Vermittlungshemmnisse“ gebe, stünde dem ein enormer Aufwand für Maßnahmen (wie Bildungsgutscheine, Qualifizierungen und Zuschüsse für den Autokauf) gegenüber. Daher wünschte er sich mehr Sanktionsmöglichkeiten, um die Motivation zur Arbeitsaufnahme zu fördern. mem