Niederstetten

Schiedsrichtergruppe Mergentheim Neulingskurs in Hohebach beginnt am 19. Februar, derzeit lässt die Resonanz aber noch sehr zu wünschen übrig

Anmelden, um negative Folgen zu vermeiden

Der Schiedsrichter-Neulingskurs, den Mergentheim mit Künzelsau durchführt, steht auf der Kippe. Wenn sich nicht genug Teilnehmer finden, drohen Konsequenzen für den Spielbetrieb.

Main-Tauber-Kreis/Hohebach. Traditionell findet Anfang des neuen Jahres ein gemeinsamer Referee-Neulingskurs der Gruppen Mergentheim und Künzelsau statt. Bislang lässt die Resonanz aber noch sehr zu wünschen übrig. Finden sich nicht mindestens zwölf potenzielle Interessenten beider Geschlechter und jeden Alters zusammen, droht die Absage. Stand heute sind es vier Anmeldungen aus der Gruppe Mergentheim, bislang keine aus der Gruppe Künzelsau.

Der Kurs soll am Montag, 19. Februar, beginnen und am 24. März mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen werden. Alle Kurseinheiten finden im Sportheim des TSV Hohebach statt. Die Termine im Überblick (sie können zudem unter www.srg-mergentheim.de nachgelesen werden): Montag, 19. Februar und 5. März, jeweils 18.30 Uhr, Mittwoch, 7. März, 18.30 Uhr, Samstag, 10. März, 9.30 Uhr, Dienstag, 13. März, 18.30 Uhr, Samstag, 17. März, 18.30 Uhr, Montag, 19. März, 18.30 Uhr, Mittwoch, 21. März, 18.30 Uhr, sowie Samstag, 24. März, 9.30 Uhr (Prüfung).

Dass die Tätigkeit des Unparteiischen sehr viel Spaß machen kann und etliche Vorteile mit sich bringt, ist für viele Fußballer und Fans kaum vorstellbar. Vor allem in der aktuellen Saison ist die Person des Schiedsrichters nach der Einführung des Videobeweises in den Profiligen erneut ein oft in den Mittelpunkt gerücktes Thema bei vielen Diskussionen. Emotionen und gefühlte Ungerechtigkeit kommen somit noch stärker zum Tragen, da gefällte Entscheidungen innerhalb kurzer Zeit wieder rückgängig oder komplett anders gewertet werden können. Nie war ein eigenes Selbstbewusstsein und -vertrauen eines Schiedsrichters so wichtig und stark gefordert wie derzeit.

Neben der Entwicklung des Selbstbewusstseins und -vertrauens lernt ein Referee bereits in den unteren Ligen Verantwortung zu tragen, schnelle Entscheidungen zu treffen und in Stresssituationen Ruhe und Übersicht zu bewahren. Dies alles sind nur drei Vorteile, die sicherlich auch im gesellschaftlichen Leben von Nutzen sind. Neben dem Kennenlernen von vielen tollen Menschen in der Schiedsrichterfamilie sind auch die Aufwandsentschädigung für geleitete Spiele sowie der freie Eintritt zu allen Spielen im DFB Bereich zwei reizvolle Gedanken.

Angesprochen fühlen sollen sich vor allem Mädchen und Jungen ab 14 Jahren sowie auch erfahrenere Männer und Frauen, die ihre fußballerische Karriere an den Nagel gehängt haben und nach einer neuen Herausforderung suchen. Während inzwischen viele junge und viele ältere Kollegen in der Gruppe Mergentheim aktiv sind, mangelt es jedoch bei den Gruppen des Bezirkes vor allem an Unparteiischen mittleren Alters.

Anmeldungen können ab sofort bei den Vereinen oder bei der Gruppe Mergentheim bei Kurt Immel (kurt.immel@main-tauber-kreis.de) oder Julian Scheidel (julian.scheidel92@gmail.com) eingereicht werden. Anmeldeschluss: 31. Januar. Sollte der Kurs nicht zustande kommen, könnte dies Folgen auf die Leitungen von Partien bei den Reserven und der Jugend haben. pm/ktm