Niederstetten

Sandelsches Museum Werke von Henrik Dellbrügge

Aufrichten, aufatmen

Kirchberg.Als anderswo sich die Welt mit Industrialisierung und Eisenbahnbau veränderte, wurde Kirchberg als „Malerort“ mit pittoresken Bauwerken und unberührter Natur von Künstlern wie Gustav Schönleber, Georg Macco und Edward Harrison Compton entdeckt und in realistischen Bildern verewigt.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren und sind hier wieder Künstler wie Edgar Gutbub und Eberhard Stein, vor allem in Mistlau, zu Gange. Ihre Werke sind nicht mehr naturalistisch sondern konstruktivistisch und abstrakt.

Aber die Entwicklung geht weiter. Seit 2002 hat Henrik Dellbrügge ein Atelier in Kirchberg, in dem großformatige Bilder, Zeichnungen und neuerdings auch Plastiken unter den heutigen Bedingen und Empfindungen entstehen. Dellbrügge ist 1972 in Lüneburg geboren und aufgewachsen in Pforzheim. Von 1997 bis 2001 machte er eine Ausbildung in Kunsttherapie in Nürtingen. In Weckelweiler arbeitet er als Heilerziehungpfleger.

Nach einer ersten Ausstellung 2003 in der Orangerie werden nun seine Werke aus der Zeit von 2008 bis heute in der Ausstellung im Sandelschen Museum gezeigt. Seine Bilder schaffen Räume in denen man sich aufrichten und aufatmen kann.

Die Eröffnung der Ausstellung fand am gestrigen Sonntag statt. Die Ausstellung ist bis 9. September 2018 zu sehen. Mit ihr beginnt die Saison 2018 im Sandelschen Museum. fwk