Niederstetten

Rentnertreff Vorbachzimmern 25-Jahr-Jubiläum gefeiert / Turnkinder, Spontanchor und Sketche im Programm

Ausflüge und Feste locken Teilnehmer

Vorbachzimmern.Der Rentnertreff in Vorbachzimmern feierte sein 25-jähriges Bestehen. Nahezu 60 Rentner kamen dazu nun ins Dorfzentrum. Organisatorin Aline Nagel gab einen Rückblick auf die Ursprünge des Treffs, die in das Frühjahr 1993 zurückreichen. Adolf Striffler war im Herbst 1992 Rentner geworden. Im darauffolgenden Winter erzählte er Ernst Deckert und Hermann Herbst von seiner Idee eines regelmäßigen Treffs für Rentner in Vorbachzimmern. Der Vorschlag traf auf Zustimmung und Adolf Striffler begann, zu organisieren. Bereits im März fand das erste Treffen „bei Marga“ im Gasthaus Sonne statt. 25 Rentner waren gekommen. Von da an traf man sich jeden ersten Donnerstag in Monat in der „Sonne“. Seit vor zehn Jahren Marga Herbst das Treffen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bewirten konnte, kam der Treff im Vereinsheim des TSV unter.

Reisen nach Südtirol

Von 1995 bis 2009 wurde jährlich ein mehrtägiger Ausflug unternommen. Die Reisen führten nach Südtirol, in den Schwarzwald, nach Österreich, in den Harz und in das Fichtelgebirge. Da die Teilnehmer in die Jahre kamen, wurde 2010 auf Tagesausflüge umgestellt, die aber nicht weniger interessant waren. Zahlreiche Firmen wurden besichtigt und es gab Weinproben in den Kellereien an Tauber, Kocher und Jagst. Seit zwei Jahren finden Sommerfeste bei Ute und Jochen Schmidt statt.

Als es bei Adolf Striffler gesundheitlich nicht mehr ging, übernahm Aline Nagel 2015 „nach langer Überlegung“, wie sie selbst sagt, die Organisation des Rentnertreffs. Adolf Striffler starb dann im Oktober 2015. Anlässlich des Jubiläums hatte Nagel einen Blumenstrauß an seinem Grab niedergelegt, stellvertretend für die 40 Personen aus dem Kreis des Rentnertreffs, die in den letzten 25 Jahren verstorben sind. Die Teilnehmer des Treffs kommen nicht nur aus Vorbachzimmern, sondern unter anderem auch aus Wermutshausen, Niederstetten, Oberstetten, Adolzhausen, Weikersheim und Igersheim. Da gibt es schon ohne Reisen immer wieder was zu erzählen. Nichtsdestotrotz findet auch in diesem Jahr wieder ein Ausflug statt. Er führt nach Frankfurt, zum Flughafen. Aktuell besteht der Treff aus 41 regelmäßigen Teilnehmern.

Aline Nagel würdigte die vier Damen des TSV, Hanne Reißenweber, Hilde Albert, Ruth Graf und Carmen Thorwarth, die die Rentner bei ihren Treffs bewirten. Lisa Bohnet hatte Fotoalben mit Bildern von den Ausflügen mitgebracht und ausgelegt. Hanne Reißenweber versicherte, dass sie und ihr „tolles“ Team die Treffen gerne auch weiterhin verköstigen wollen. Unter den Gästen seien lauter erfahrene Hausfrauen und -männer. Wenn man von denen dann ein Lob für das Essen bekomme, gehe „das runter wie Öl“.

Steffen Reißenweber, als neuer Vorsitzender des TSV seit einer Woche im Amt, überreichte den Rentnern quasi als erste öffentliche Amtshandlung eine Urkunde für zehn Jahre Treue zum Vereinsheim. Er sicherte Aline Nagel auf deren Rückfrage zu, dass die Rentner auch künftig mit ihrem Treff willkommen sind. Der TSV steuerte auch einen Programmpunkt. Eine Gruppe Kinder hatte einen Tanz auf das Turnzwerge-Lied einstudiert, den sie nun auf der Bühne vorführten. Viele der Kinder hatten Opas und Omas im Publikum sitzen.

Neben den Turnkindern trat unter Leitung von Wilhelm Mohr auch ein „Spontanchor“, bestehend aus fünf Sängern auf. Die Lieder „der neue Jahrgang“, „Ei du Mädchen vom Lande“ und „Bajazzo“ waren offensichtlich den Gästen bekannt, denn bei vielen gingen die Lippen im Text mit. Bereits zuvor wurden die „Wahre Freundschaft“ und das Lob auf das Alter“ gemeinsam gesungen. Ortsvorsteher Gerhard Hauf gratulierte dem Rentnertreff ebenfalls. Das Treffen sei ein Glücksfall für Vorbachzimmern.

Eine intakte Gemeinschaft, wie sie hier gelebt werde, mache eine Gemeinde noch Lebenswerter. Falls er endgültig im Rentnerdasein angekommen sein sollte, werde auch er dazustoßen.

Etliche Teilnehmer des Rentnertreffs hatten Texte und Sketche vorbereitet, die sich zum Beispiel um einen aromaintensiven Besuch im Theater oder um einen Brief an den lieben Gott drehten und mit lautem Gelächter und viel Beifall bedacht wurden. ft