Niederstetten

In Vorbachzimmern Seit Jahresbeginn sind 15 Neueintritte zu verzeichnen / Vom Alter der Mitglieder her der jüngste Landfrauenverein im Kreis

Bei Landfrauen weht ein frischer Wind

Archivartikel

Ein frischer Wind weht derzeit bei den Landfrauen in Vorbachzimmern. Vor kurzem noch fast totgesagt, kann man seit Jahresbeginn 15 Neueintritte verzeichnen.

Vorbachzimmern. Bei der Generalversammlung wurde nun die Vereinsführung deutlich verjüngt.

Die langjährige Vorsitzende Heidi Bender gab zunächst einen kurzen Rückblick auf das Programm des letzten halben Jahres, in dem Vorträge über Nordlichter und Zecken ebenso angeboten wurden wie ein Besuch bei der Käserei Schwarz oder ein Kurs im Weiden flechten.

Im März hatte wieder die Fortbildung der Übungsleiterinnen der Kreislandfrauen in der Turnhalle in Vorbachzimmern stattgefunden. Und schließlich gab es da auch noch eine außerordentliche Generalversammlung am 8. Januar, in der es um nicht weniger ging als um die Zukunft des Vereins.

Vertreterinnen der Kreislandfrauen kamen hier ebenso wie die Vorsitzenden der örtlichen Vereine und der Ortschaftsrat. Nach dieser Versammlung kam dann Schwung in die Sache. Diana Waldmann und Ute Schmidt gingen auf Mitgliedersuche und fanden bald in Martina Preuninger und Rebecca Striffler Mitstreiterinnen. Insgesamt wurden so 15 neue Mitglieder für den Verein geworben. Die bekamen an der Generalversammlung ihre neuen Mitgliedsausweise und eine Rose als Willkommensgeschenk überreicht. Heidi Bender stellte fest, der Verein könne nun wieder positiv in die Zukunft schauen. Nachdem die Vorsitzende in Vertretung der Kassiererin Natalie Lewosinski kurz Rechenschaft über die Zahlen des vergangenen Jahres ablegte, und Kassenprüferin Betty Mann auch im Namen ihrer Kollegin Elke Striffler der Kassiererin eine saubere Arbeit bescheinigte, wurde der Vorstand entlastet.

Heidi Bender sprach von 20 tollen, anstrengenden Jahre, in denen sie an der Spitze des Vereins stand. Das Amt habe ihr viel Spaß gemacht. Viele hätten sie begleitet: die Landfrauen im Verein, die Kreislandfrauen, der TSV und den Ortschaftsrat samt Ortsvorsteher.

Von den Kreislandfrauen war Vorsitzende Margret Beck gekommen, ihre Stellvertreterin Ursula Popp und die Geschäftsführerin Manuela Schuler. Sie zeigten sich beeindruckt und seien diesmal mit einem „Wow“ ins TSV-Vereinsheim gekommen. Und das, obwohl sie bei der Generalversammlung im Januar noch eher den Eindruck einer Vortrauerfeier hatten. Jetzt seien die Vorbachzimmerner „wahrscheinlich einer der jüngsten der 33 Vereine im Kreis“. Sie sagte dem aktiven Verein ihre Unterstützung zu.

Heidi Bender erhielt Lob für 20 Jahre an der Spitze des Vereins und für 12 Jahre, in denen sie sich bei den Kreislandfrauen engagiert hatte.

Ortsvorsteher Gerhard Hauf sagte, dass die Landfrauen nicht wegbrechen dürften. Er freute sich, dass sie nun mit neuen Ideen und Ansätzen in die Zukunft gehen wollten. Heidi Bender bescheinigte Hauf, dass sie immer wieder gezogen habe, damit es weiterging.

Die Wahlen leitete die Kreis-Geschäftsführerin ein. Das neue Führungsteam besteht aus Martina Preuninger, Rebecca Striffler und Diana Waldmann. Zur Schriftführerin wurde Carina Dobernek gewählt. Das Amt war zuvor verwaist und war von der Vorsitzenden kommissarisch ausgefüllt worden. Die Kasse wird künftig von Rebecca Ludwig geführt, nachdem sich Natalie Lewosinski nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Für Betty Mann, die ebenfalls nicht mehr antrat, wurde Martina Trump-Koch als zweite Kassenprüferin neben Elke Striffler gewählt. Aus den Reihen der Beisitzer erklärten Anne-Dore Frank und Aline Nagel ihren Rückzug. Für sie rückten Jenny Hillenbrand und Renate Schmezer in das Team, das durch Ute Schmidt und Sylvie Popp vervollständigt wird. Margret Beck meinte anschließend, der Ortsvorsteher können nun mit stolzgeschwellter Brust hinausgehen, nachdem Vorbachzimmern wohl auch die jüngste Führungsmannschaft im Kreis habe. Mit Heidi Bender erinnerten die Kreislandfrauen nun Gerhard Hauf an die Einlösung seines Versprechens, als förderndes Mitglied einzutreten, wenn es mit den Landfrauen weitergehe. Ein entsprechender Antrag wurde auch gleich überreicht.

Abschließend sprach Diana Waldmann für das neue Führungsteam. Nachdem lange unklar gewesen sei, wie es weitergehe, traf man sich mit potenziellen neuen Mitgliedern. Dabei sprudelten dann bereits die Ideen. Sie bat die reiferen Damen um die Unterstützung.

Alle sollten Ideen mit einbringen und für jede sollten dann interessante Angebote ins Programm einfließen. Dabei könne auch viel gegenseitig voneinander gelernt werden. Während die Jungen den Älteren die neuen Medien näher bringen könnten, könnten umgekehrt die Älteren den Jüngeren beim Backen mit alten Rezepten unter die Arme greifen. Altes und Neues soll es künftig geben und ein neuer Weg solle gefunden werden. Wie dieser aussehen könnte, soll anlässlich eines Informationsabends gezeigt werden.

Nun falle es ihr zu, Heidi Bender „in Rente zu schicken“. Sicher falle ihr nun eine Last von den Schultern. Sicher sei die Zeit an der Spitze des Vereins nicht immer einfach gewesen. Aber der Lohn sei nun, dass es bei den Landfrauen weiter gehe.

Für Heidi Bender gab es einen Geschenkkorb. Diese versprach, den Landfrauen verbunden zu bleiben und auch künftig mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. Damit ging ihre Ära als Vorsitzende endgültig zu Ende. ft