Niederstetten

Tauberrettersheim Hermann Öchsner jetzt „Altbürgermeister“

„Den Titel muss man sich redlich verdienen“

Tauberrettersheim.Seit seinem Rücktritt zum 31. Januar 2019 ist der ehemalige Tauberrettersheimer Bürgermeister Hermann Öchsner im Ruhestand. In einer Feierstunde im Rathaus ernannte ihn seine Nachfolgerin Karin Fries gemäß eines einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses vom 4. Februar zum „Altbürgermeister“.

In ihrer Laudatio ging Fries auf die wichtigsten Entscheidungen ein, die in den 29 Jahren gefällt wurden. Die Menschen würden hier glücklich leben, es herrsche ein sehr gutes Vereinsleben, die jungen Menschen seien sehr aktiv mit eingebunden und wollen, anders als in vielen Orten, im Ort ansässig bleiben.

Die Baugebiete, die auch dank seines Engagements erschlossen wurden, sind bis auf einen Bauplatz verkauft, und im neuen Baugebiet Rentersacker herrsche Bauaktivität. Auch die Kläranlage und Kanalisierung habe er vorangetrieben. Die Flur- und Dorferneuerung sei abgeschlossen, der Kindergarten neu gebaut und um eine Kinderkrippe erweitert. Oftmals habe er nach der Devise „Wenn es nicht linksherum geht, dann probiere ich es rechtsherum“ erfolgreich gearbeitet. Die Gemeinde Tauberrettersheim könne für seinen Einsatz sehr, sehr dankbar sein. Daher habe auch der Gemeinderat diesen Ehrentitel einstimmig beschlossen.

Sichtlich gerührt nahm der 68-Jährige auch die Glückwünsche vom stellvertretenden Landrat Ernst Joßberger entgegen. Dieser meinte: „Herrmann, diesen Titel bekommt man nicht wegen seinen Alters, diesen muss man sich redlich verdienen“.

Öchsner habe die Entwicklung der Taubertalgemeinde fast drei Jahrzehnte mit geprägt und sich diese Ehrung wirklich verdient, mehr als die Öffentlichkeit wahrgenommen habe. „Tauberrettersheim kann sich sehen lassen“ waren seine abschließenden Worte. Der Geehrte selbst bedankte sich für diese unerwartete und nicht alltägliche Auszeichnung. Den Ruhestand könne er genießen, wisse er doch, dass sein Tauberrettersheim in guten Händen liege. brun