Niederstetten

Amtshaus Oberstetten Russlanddeutsches Theater spielt „Die Kist’ von der Wolga“

Die Anfangszeiten waren sehr hart

Oberstetten.In ihrem aktuellem Theaterprogramm erzählen Maria und Peter Warkentin vom Russland-Deutschen Theater Niederstetten die Geschichte der Wolgadeutschen in Form eines literarisch-szenischen Schauspiels.

Die Premiere und die darauf folgenden Aufführungen wurden begeistert aufgenommen. Wegen der großen Nachfrage wurde nun noch eine vorläufig letzte Aufführung im Amtshaus Oberstetten angesetzt: am Sonntag, 17. März, 18 Uhr, spielten Maria und Peter Warkentin „Die Kist´ von der Wolga“ nochmal.

Der Beginn der Besiedlung der Region an der Wolga war für deutschen Siedler sehr hart: immer wieder wurden die Siedler verschleppt und ihre Siedlungen ausgeraubt und geplündert. Doch sie konnten sich in der Region durchsetzen, so dass es 1918 mehr als 200 deutsche Siedlungen gab, für die in den Revolutionsjahren das „Kommissariat für deutsche Angelegenheiten an der Wolga“ eingerichtet wurde.

Maria und Peter Warkentin haben zeitgenössische literarische Berichte verschiedener Schriftsteller ausgegraben, die das Geschehen und den Geist der damaligen Zeit spiegeln. Trotz des ernsten Themas sind in „Die Kist´ von der Wolga“ viele heitere Szenen zu sehen – der Theaterabend bietet kurzweilige, informative und anregende Unterhaltung.