Niederstetten

Vor-Ort-Besuch Die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm besuchte den Maschinenring östlicher Tauberkreis

Die Arbeit wird nicht belohnt

Die vielfältigen Probleme der Landwirtschaft standen im Mittelpunkt eines Besuchs der bayrischen Landtagspräsidentin Barbara Stamm beim Maschinenring östlicher Tauberkreis in Münster.

Münster. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages, Alois Gerig, (CDU) und dem Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, besuchte die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm von der Schwesterpartei CSU am Freitag den Maschinenring östlicher Tauberkreis (MR) im Gewerbegebiete Hörle in Münster.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Reinhard Friedrich und die Creglinger Stadtverbandsvorsitzende Martina Schlegl stellte MR-Geschäftsführer Reiner Müller den Gästen seinen mit rund 100 modernsten Maschinen ausgestatteten Maschinen-Ring samt Tochterunternehmen vor. Von den rund 100 Mitarbeitern sind über 60 Festangestellte.

In der anschließenden Diskussionsrunde kamen die beiden Führungskräfte des Maschinenrings gleich zu ihren Wünschen. Wie ein roter Faden zog sich dabei die Bitte an die Politikprominenz aus Berlin, München und Stuttgart durch die Gespräche, den Stellenwert des Landwirts wieder zu steigern, damit er eine entsprechende Wertschätzung erfahre.

"Lebensmittel sind zu billig"

Dem stimmt MdB Alois Gerig voll zu, würden doch die deutschen Landwirte die besten Lebensmittel der Welt produzieren. Leider werde die Arbeit nicht durch den Preis belohnt, daher hinken auch die Einkommen hinterher. "Die Lebensmittel sind zu billig", so der Politiker.

Alois Gerig stellte die Wichtigkeit des Maschenrings heraus, müsse sich die Landwirtschaft doch dem Wettbewerb stellen und könne durch Kooperation Geld einsparen. Der Maschinenring sei ein Segen für die Region. Beim Nitratproblem ergänzte Prof. Reinhart, dass die Lösung nur mit der Landwirtschaft und nicht gegen die Landwirtschaft heißen könne. Einer Meinung war man beim Thema Bürokratieabbau, doch die Politikerin aus Bayern mahnte, dass, wenn etwas schief gehe, es gleich heiße: "Wo sind die Kontrollen, haben die wieder versagt?".

Rainer Müller mahnte an, dass die Infrastruktur nicht von der im Norden und Osten abgehängt werden dürfe und die Gülleverordnung nachgebessert werden müsse, wie etwa in Bayern. Zudem könne nicht sein, dass elf Millionen Ferkel nach Deutschland importiert werden. Maschinenring-Vorsitzender Friedrich wies darauf hin, dass nicht mehr Wege gebaut werden müssten, sondern die Wege insgesamt stabiler werden müssten.

Thomas Tremmel bat um Prüfung, was mit den Forstverwaltungen passiert, zudem müssten die Flurbereinigungsbehörden personell aufgestockt werden.

Alois Gerig meinte abschließend, dass das Leben auf dem Land lebenswert und vor allem bezahlbar sei, daher sei es eine Win-Win Situation, denn das Land habe zwischenzeitlich viele Vorteile gegenüber der Stadt.