Niederstetten

Stabwechsel im Tauberrettersheimer Rathaus Hermann Öchsner würdig verabschiedet, Karin Fries auf ihr Amt vereidigt

Ein gut bestelltes Feld übergeben

Tauberrettersheim.Nahezu einhundert Tauberrettersheimer, weit mehr als bei jeder Bürgerversammlung, hatten sich im Königinnensaal des Rathauses eingefunden, um der Vereidigung der neuen Bürgermeisterin Karin Fries beizuwohnen.

Dem ältesten Mitglied im Gemeinderat, Dieter Melzer, war es vorbehalten, den vorgeschriebenen Eid abzunehmen. Durch das Aufrücken der Gemeinderätin Fries zur Bürgermeisterin wurde ein Platz im Gemeinderat frei, den Jörg-Peter Mehring künftig einnimmt und daher ebenfalls vereidigt wurde. E instimmig wurde Martin Löber als Stellvertreter zur Gemeinschaftsversammlung bestellt.

Stellvertretender Bürgermeister Paul Wunderlich übernahm die Leitung der Sitzung, als es um die künftige Entschädigung der am 28. Oktober 2018 gewählten Rathauschefin ging. Entsprechend den bayerischen Vorgaben einigte sich das Gremium auf die für 852 Einwohner errechnete 2 590 Euro hohe Entschädigung.

Im Anschluss wurde der Amtsvorgänger, Hermann Öchsner im Beisein seiner Ehefrau Irmgard, nach 345 Monaten Amtszeit, der längsten im Altkreis Ochsenfurt, unter großem Beifall verabschiedet. Karin Fries bedankte sich bei Öchsner für die geleistete Arbeit, in die er sehr viel Energie gesteckt und sehr erfolgreich die schöne Gemeinde weiter entwickelt habe. Er hinterlasse ein gut bestelltes Feld. Fried würdigte auch die „sehr gute Übergabe“ in den letzten Wochen. Da ihm ein Herzenswunsch in seiner Amtszeit verwehrt blieb, die erste Fahrt im Aufzug für den barrierefreien Rathauszugang, lud ihn Fries zu dieser Fahrt bereits ein.

Hermann Öchsner, der im letzten Jahr überraschend seinen vorzeitigen Amtsverzicht zum 31. Januar 2019 bekannt gab, bezeichnete seine knapp 29 Jahre im Amt als eine aufregende Zeit. Bei seinem Rückblick freue er sich über alles, was in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat, den Vereinen und Bürgern erreicht wurde und hob die zahlreichen und vor allem einmaligen Feste hervor. Sein abschließender Wunsch an alle: „Macht es der Karin nicht so schwer“. Dass Tauberrettersheim ein stimmungsvoller und musikalischer Weinort ist, bewiesen abschließend die Gäste beim umgedichteten Frankenlied mit Strophen zum Abschied von Hermann Öchsner und Amtseinführung von Karin Fries. Bei einem Umtrunk konnte auf die zwei „Ortsoberhäupter“ angestoßen werden. brun