Niederstetten

Ilshofen Zuchtviehauktion

Fast komplett abgesetzt

Archivartikel

Ilshofen.Insgesamt 544 Zucht- und Nutzrinder wechselten an der Auktion der Rinderunion Baden-Württemberg den Besitzer. Etwas schleppender als vor einem Jahr gestaltete sich der Absatz der Zuchtbullen und der Jungkühe, während die Jungrinder und Kälber sehr zügig abgesetzt wurden. 14 der 18 angebotenen Jungbullen wurden für durchschnittlich 1870 Euro verkauft. Alle angebotenen Jungbullen wurden am Vortag auf Sprungverhalten und Spermaqualität geprüft. An der Spitze rangierte ein enorm bemuskelter Mahango-Sohn mit sehr hohem genomischen Zuchtwert, der 2250 Euro erlöste. Er stammte aus der Zucht der Familie Hagel aus Sulzbach-Laufen, OT Eisenschmiede.

Hoch bewerteter Madness-Sohn

Vom gleichen Betrieb kam auch der zweitplatzierte Jungbulle, ein sehr hoch bewerteter Madness-Sohn, der zukünftig auf einem großen Milchviehbetrieb in Ostfriesland zum Deckeinsatz kommt. Die Preisspitze von 2500 Euro erreichte ein toller Imperativ-Sohn aus einer sehr langlebigen Kuhlinie vom Zuchtbetrieb Wieland in Schwäbisch Hall-Otterbach. Ebenfalls sehr gefragt war ein formvollendeter Hubraum-Sohn aus der Zucht von Otto Hennegriff aus Limbach-Balsbach und von Stefan Göggerle aus Rainau-Dalkingen bestens zum Verkauf vorgestellt, der 2250 Euro erlöste.

Nur der großen Anzahl von Kaufaufträgen war es zu verdanken, dass 45 der 50 angebotenen Jungkühe für durchschnittlich 1448 Euro verkauft werden konnten. An der Spitze rangierte eine harmonische Hubraum-Tochter aus der Zucht von Familie Gailing aus Obersulm-Eschenau und vom Betrieb Schwarz aus Aspach aufgezogen und zum Verkauf vorgestellt, die kurz nach der Kalbung bereits 29,5 kg Milch leistete und 1880 Euro erlöste. An zweiter Stelle ging eine euterstarke und mit Trächtigkeitsgarantie angebotene Windstone-Tochter vom Betrieb Funk aus Bühlerzell-Gantenwald (30 kg Milch), die den Tageshöchstpreis von 2320 Euro erzielte.

Überraschend flott verlief die Versteigerung der 121 angebotenen Jungrinder. Allerdings waren hier auch einige züchterische Hochkaräter im Angebot. Allen voran eine sehr hoffnungsvolle Herzschlag-Tochter vom Betrieb Kuhn aus Grünsfeld-Zimmern. Das deckfähige Jungrind zeigte neben bester Entwicklung ein super Exterieur gepaart mit topaktuellem Papier. 3600 Euro war sie ihrem neuen Besitzer wert. Aus dem gleichen Stall stammte eine gut typisierte jährige Miami-Tochter, die 1400 Euro erlöste.

Flott wurden die 49 im Durchschnitt 78 kg schweren Kuhkälber für durchschnittlich 3,10 Euro netto je kg Lebendgewicht verkauft. Auch die Nachfrage nach den 294 Fleckviehbullenkälber war sehr gut. Im Mittel erlösten die 84 kg schweren Tiere 5,28 Euro netto je kg Lebendgewicht. Acht weibliche Fresser erlösten bei einem Durchschnittsgewicht von 201 kg 445 Euro je Tier. Sechs männliche Fresser brachten durchschnittlich 194 kg auf die Waage und wurden für einen mittleren Preis von 683 Euro je Tier verkauft. pm