Niederstetten

Aus dem Gemeinderat Thema Forststrukturreform

Für das Doppelte beim Kreis

Niederstetten.Die Stadt Nieder-stetten hat einstimmig die forstliche Betreuung des Stadt-/Gemeindewalds in die Hände des Kreisforstamtes gelegt. Die Holzverkaufsstelle des Landratsamts wurde mit dem Verkauf des kommunalen Holzes beauftragt. Zu entsprechenden Verträgen wurde die Bürgermeisterin vom Gremium ermächtigt – sofern die Laufzeit von zehn Jahren nicht überschritten wird.

Hintergrund von Diskussion und Beschlussfassung des Rats ist das bereits in die Jahre gehende Kartellverfahren im Zusammenhang mit der Waldwirtschaft in Baden-Württemberg.

Landratsamt will Sicherheit

Karlheinz Mechler vom Forstamt „Süd“ erläuterte dem Niederstettener Gemeinderat am Mittwochabend die Hintergründe. Es geht bekanntermaßen um die organisatorische Trennungen bei der Bewirtschaftung; bislang herrschte hier ein Monopol. Alternativen zur Abwicklung über die Landkreis-Schiene gibt es aber aus verschiedenen Gründen offenbar nicht. Das Landratsamt bittet aktuell die Kommunen um zügige Einzelentscheidungen, damit dort personelle Planungssicherheit hergestellt werden kann.

Vorgelegt wurde dem Niederstettener Bürgergremium eine Aufschlüsselung der einzelnen Forstbetriebe im Landkreis. Niederstetten hat in der Zusammenschau vergleichsweise wenig Waldflächen, muss aber neben Creglingen die kräftigste Kostensteigerung im Zuge der Forststrukturreform hinnehmen. Die Kosten für die Stadt steigen um das Doppelte auf rund 16 000 Euro pro Jahr. mrz