Niederstetten

Leserbrief Zum Kurzbericht über die jüngste Weikersheimer Ratssitzung, Thema Freiflächenfotovoltaik

Für nachhaltigen Tourismus ist eine heile Natur nötig

Archivartikel

Am 13. September tagte der Gemeinderat Weikersheim, um unter Punkt zwei der Tagesordnung über diese Geschichte zu beraten, und um eine Beschlussfassung herbei zu führen. Dieser Punkt wurde aber von der Tagesordnung abgesetzt. Am 15. September berichtete die Zeitung über die Sitzung. Lobenswert: Der Redakteur Michael Weber-Schwarz wusste, warum dieser Punkt später diskutiert werden musste – und das kann man ja nicht im „Stillen Kämmerlein“ machen.

Umsomehr die Landespolitik hinter dem „Murks“ steht (bei dem Wort bleibe ich). Benachteiligte Gebiete werden plötzlich erfunden, eine Verordnung des Landes unter „Grüner Führung“ um Solaranlagen auf dem Boden zu fördern. Das Umweltministerium unter Führung von Minister Untersteller hatte wohl die Idee und der Junior Partner CDU macht bei dem Deal mit. Bereits in Bad Mergentheim, beim Frühjahrsgipfel im Kursaal, sprach der Minister von einer Verdoppelung der Windräder im „Ländle“, damit bis Ende 2030 (Abschaltung aller Atomkraftwerke und Kohle), der benötigte Strom erzeugt werden kann. Jetzt erfindet man halt noch benachteiligte Gebiete auf dem Boden, um Solaranlagen zu errichten.

Und der Oberhammer: Dieser Minister hat ganz deutlich gesagt, dass der Strom im ländlichen Raum erzeugt werden muss. Damit bestimmt also ein „Grüner“ Minister, wie wir Einheimischen zu leben haben. Unser Lebensraum geht verloren und die „Städtler“? Naja, die haben den Feinstaub. Was macht dann eigentlich das „Liebliche Taubertal“, welches wir vor über 50 Jahren weltweit zu einem Feriengebiet entwickelt haben. Und die neuen Ideen von H. Müssig und Co., wie unsere Heimat für den Fremdenverkehr noch interessanter zu machen ist? Da auf der ganzen Welt Gefahren für Leib und Seele bestehen, werden die Urlauber in Zukunft in heimischen Gefilden noch mehr Geld ausgeben.

Dazu ist aber eine heile Natur von Nöten.

Zeigen wir also den „Grünen“ dass „Liebliches Taubertal“ und Romantische Straße nicht zu einem Gewerbegebiet zur Stromerzeugung verkommen darf.