Niederstetten

Taubertal-Festival Die Polizei in der Region bereitet sich auf den Anreiseverkehr vor

Garant für mehr Sicherheit

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis/Rothenburg.Die Polizei bereitet sich derzeit wieder auf die anreisenden Besucher des Taubertalfestivals in Rothenburg vor. Das alljährliche Musikevent findet vom 9. bis 12. August statt. Wie in jedem Jahr, wollen die Ordnungshüter auch auf den baden-württembergischen Anfahrtstraßen gleich zu Beginn deutlich machen, dass die Polizei sowohl bei der Anreise als auch am Ende der Veranstaltung den Verkehr im Auge behalten wird, um die Gefahr von Unfällen durch alkoholisierte oder unter Drogeneinfluss stehenden Fahrer zu minimieren.

„Auch das Mitbringen von Drogen auf das Festivalgelände soll möglichst verhindert, mindestens aber erschwert werden“, erklärt Albrecht Kucher, Chef des Polizeireviers Bad Mergentheim, der den Einsatz auf der baden-württembergischen Seite leitet. Kucher stehen neben Kräften aus den Polizeirevieren des Polizeipräsidiums auch Beamte und eine Beamtin der Verkehrspolizei unterstützend zur Seite. Außerdem werden Rauschgiftspürhunde der Polizeihundestaffel des Polizeipräsidiums Heilbronn an den Kontrollstellen sein.

Im vergangenen Jahr schnüffelten die empfindlichen Nasen der Hunde in 54 Fällen das Gepäck von Besuchern des Festivals bei der Anreise durch. Bei acht Musikfans wurden sie fündig. Insgesamt wurden 2017 mehr als 1100 Fahrzeuge und fast 1500 Personen kontrolliert. Die Kontrolleure fanden über 100 Gramm Marihuana, aber auch kleinere Mengen Haschisch, Amphetamin, Kokain und Ecstacy. Interessant war auch der Fund eines Cannabiskuchens. Albrecht Kucher und seine Einsatzkräfte hatten trotzdem im vergangenen Jahr wieder festgestellt, dass die Akzeptanz der Festivalteilnehmer „bemerkenswert“ sei. Der Erste Polizeihauptkommissar lobt die Fans: „Nur ganz wenige kritisieren die Kontrollen. Die deutliche Mehrheit begrüßt die Maßnahme. Die Angereisten sehen ein, dass es auch um ihre Sicherheit geht“.

Zur allgemeinen Sicherheit gehört auch, dass die Festivalbesucher, besonders die Camper, die die Nächte auf dem Gelände verbringen, auf ihre Wertsachen und Handys achten. Der Einsatzleiter appelliert an alle, auf die Sicherung ihres Eigentums zu achten. Auf dem Campingplatz und auch im Gedränge rund um die Bühnen seien Trick- und Taschendiebe allgegenwärtig.

Der Polizei sei außerdem geholfen, wenn die Eigentümer von Gegenständen, die eine so genannte Individualnummer oder andere individuelle Kennzeichnungen haben, diese notieren. So kann im Fall eines Diebstahls die Beute im polizeilichen Sachfahndungssystem ausgeschrieben werden. Albrecht Kucher kündigt an, am Ende des Festivals nicht nur Abfahrtskontrollen stattfinden zu lassen, sondern auch wieder Atemalkoholtests vor der Heimfahrt der Festivalbesucher anzubieten. Das Angebot zeigte bislang jedes Jahr, dass es viele junge und ältere Leute gibt, die meinen, der Alkoholpegel liege bei ihnen nach einem Nickerchen bei Null. Doch das, so zeigten die Tests mit rund 250 freiwilligen Probanten, ist eben meistens nicht so. Diejenigen, die den Test machten, bevor sie sich ans Steuer setzten und noch Alkohol intus hatten, blieben natürlich ohne Strafe und behielten ihren Führerschein. Sie schliefen sich erst einmal richtig aus, bis der Pegel auf Null stand.

Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen des Festivals auf baden-württembergischem Gebiet 26 Autofahrer wegen Alkohols oder Drogen am Steuer belangt. Die Polizei erinnert daran, dass die Wartezeiten vor den Mautstellen zum Festival-Gelände bedacht werden sollten. Es wird geraten, nicht schon vor oder bei der Anreise Alkohol zu trinken. Alkoholfreie Getränke sollten allerdings in den Fahrzeugen bei den vorhergesagten hohen Temperaturen für die Wartezeit bereit gehalten werden. pol