Niederstetten

Aktuelles aus der Medizin Vortrag am 18. Juni im kleinen Kursaal in Bad Mergentheim / Therapie hängt von verschiedenen Faktoren ab

„Gelenkschmerzen – soll man operieren oder nicht?“

Bad Mergentheim.Die Gelenke sind im Laufe des Lebens vielen Belastungen ausgesetzt, die zu Verschleißerscheinungen führen können. Die Folgen sind meist Schmerzen und Bewegungseinschränkungen an Knie, Hüfte, Schulter oder den Händen. Das Laufen und Treppensteigen schmerzt, Bewegungen über Kopf fallen immer schwerer und Fußball, Tennis oder andere Sportarten, gehen bei vielen Betroffenen gar nicht mehr. In seinem Vortrag „Gelenkschmerzen - Operieren oder nicht?“, am Dienstag, 18. Juni, um 19.30 Uhr im Kleinen Kursaal, stellt der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim, Professor Dr. Christoph Eingartner, die unterschiedlichen Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten bei Gelenkschmerzen vor. „Es gibt keine 08/15-Standard-Behandlung bei Gelenkerkrankungen“, betont der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, der in diesem Jahr erneut in der FOCUS-Ärzteliste für die Therapie von Knie- und Hüftgelenken empfohlen wird. „Deshalb steht eine gründliche Diagnose am Anfang. Die Therapie hängt von verschiedenen Kriterien ab, dazu gehören etwa das Alter des Patienten, dessen Lebensumstände, also ob der Betroffene zum Beispiel eine körperlich anstrengende Berufstätigkeit ausübt, als Leistungssportler aktiv ist oder als Rentner, seine täglichen Besorgungen erledigen will. Und natürlich ist die Art der Behandlung abhängig vom Stadium der Verschleißerkrankung.“ In seinem Vortrag geht Professor Dr. Eingartner auf die verschiedenen Therapieangebote. „Bei geringer ausgeprägten Veränderungen können zum Beispiel konservative Maßnahmen, wie Schuhranderhöhung, physikalische Therapie oder die Einnahme von Schmerzmitteln ausreichend sein.“ Er geht außerdem auf die Frage ein, ab welchem Zeitpunkt eine Operation oder ein künstliches Gelenk sinnvoll sein können und stellt die verschiedenen OP-Methoden vor. Der Chefarzt verweist außerdem auf die Risiken solcher Eingriffe, zeigt aber auch auf, welche Qualitätsmaßnahmen ergriffen werden, um diese Risiken zu vermindern. Die Moderation übernimmt Heinz-Joachim Kuper, erster Vorsitzender des Vereins für Gesundheitsbildung „Bad Mergentheimer Modell“. Der Eintritt ist für Inhaber der Kur- und Gästekarte frei.