Niederstetten

Kurioser Einsatz Max und Maria haben vor Polizei wenig Respekt

Grautiere spielen „Fangerles“

Rothenburg.Zu einem alles andere als alltäglichen Einsatz wurden am frühen Montagnachmittag, die Streifenbesatzungen der Rothenburger Polizei gerufen: Bei der Einsatzzentrale war die Mitteilung über „zwei flüchtige Esel auf der Eselsbrücke im Taubertal“ eingegangen.

In der Folge erreichten die Dienststelle in kurzer Abfolge zahlreiche Hinweise auf das Pärchen, das zwischenzeitlich flotten Schrittes am Sauturm vorbei auf der Staatsstraße 1022 Richtung Spitalbastei unterwegs war.

Durch die Wehrmauer

Dann verlor sich ihre Spur, so dass die Fahndung ausgeweitet werden musste: Offenbar hatten die grauen Paarhufer noch vor Eintreffen der Streife einen Durchschlupf in der mittelalterlichen Wehrmauer gefunden, denn wenig später tauchten die beiden Ausreißer am anderen Ende der Altstadt in der Rödergasse wieder auf.

Beherzte Passanten brachten die beiden aus ihrem Gehege ausgebüxten Esel in einen umzäunten Hof hinter Schloss und Riegel, ehe ihnen die Polizei förmlich die vorläufige Festnahme erklärte.

Für Spaß gesorgt

Der Eselhengst Max und seine Herzdame Maria zeigten jedoch vor den Uniformierten wenig Respekt: Mit „Fangerles“ vertrieben sich die Grautiere ausgelassen die Zeit bis zum Eintreffen des zwischenzeitlich ermittelten Tierhalters, der sie schließlich an der kurzen Leine nach Hause führte.

Offen bleibt, ob das eigentliche Ziel der Tiere der nahegelegene Weihnachtsmarkt war – für mächtig viel Spaß hatten sie jedenfalls bei Touristen wie Ordnungshütern gesorgt. pol