Niederstetten

Leserbrief Zu „Mehr Defizit... mehr Zuschüsse“ (FN, 8. Mai)

Hoffnung auf Kasperltheater

Archivartikel

April, April macht was er will !

Knapp eine Woche vor Beginn der Festspielsaison 2019 präsentierte der Intendant „die genauen Zahlen“ im Stadtrat der Bürgerschaft. So aufregend war es mit den „genauen Zahlen“ dann aber auch wieder nicht – trotz des als Feigenblatt vorgesehenen Slogans: Genauigkeit vor Schnelligkeit !

Erwartungsgemäß wurden „die genauen Zahlen“ hinsichtlich der Zuschussgeber (Freistaat, Bezirk Ufr., Landkreis) aktuell und über die vergangenen Jahre benannt und verglichen. Da wurde kunstvoll zwischen den Zuschussberechtigten drei Eigenproduktionen und den restlichen Veranstaltungen – für die es eben keine Zuschüsse gibt – hin und her gerechnet.

Nur auf eine Frage konnte auch nach 35 Festspieljahren einfach wieder keine Antwort gefunden werden: Wie hoch ist der Bruttoerlös aus dem Verkauf der 13 016 Tickets? Der Bürgermeister spielte den Ahnungslosen und versprach – diese Zahlen künftig aufzulisten. Wieso erst künftig ? Dabei weiß jeder Filialleiter bei Aldi, Rewe und Edeka, was seine Kassen am Ende des Tages eingespielt haben. Warum die Verwaltung – nach 35 Jahren Festspielerfahrung – das noch immer nicht leisten kann ist ein Mysterium. Vielleicht würde der Blick in die Glaskugel weiter helfen. Es bleibt die Hoffnung, dass es mit dem Backoffice vielleicht doch noch eines Tages klappen wird, wenn mit der neu eingeführten Sparte „Junges Theater mit Theaterakademie“ für Jugendliche, demnächst noch ein drittes Format für die kleinsten Theaterfans, mit einem Kasperltheater und dem Bürgermeister in der Hauptrolle eröffnet.

Erhard Schauer, Röttingen