Niederstetten

Niederstettener Heeresflieger Tauberfränkischer Kommandeur nach 35 Jahren mit „Anneliese“ wieder in der Luft

Hubschrauber seit 1969 im Einsatz

Archivartikel

Niederstetten.Eine Rückkehr zu den Wurzeln seiner Anfangszeit als Mediziner bei der Bundeswehr war der Besuch des amtierenden Tauberfränkischen Kommandeurs, Privatdozent Dr. Mathias Borst, der auf Einladung des Kommandeurs des Transporthubschrauberregiments 30, Oberst Peter Göhringer, den Standort besuchte.

Unmittelbar nach Abschluss seines Medizinstudiums im Jahr 1984 leistete Borst seinen 18-monatigen Wehrdienst als Assistenzarzt am Bundeswehrkrankenhaus in Ham-burg und wurde dabei auch auf dem dort stationierten Rettungshubschrauber „Anneliese“ eingesetzt.

In dieser Zeit verbrachte Borst rund 160 Flugstunden als Notarzt an Bord von Anneliese, wie die dort eingesetzte UH-1D liebevoll genannt wird.

Nach Tätigkeiten an den Universitätskliniken in Düsseldorf und Heidelberg wurde er im Jahr 2004 Chefarzt der Medizinischen Klinik I am Caritas-Krankenhaus in Bad Mergentheim.

Aufgrund seiner langjährigen Verbundenheit zum Transporthubschrauberregiment 30 wurde Mathias Borst, inzwischen im Dienstgrad eines Flottillenarztes der Reserve, im November 2018 das Ehrenamt des 17. Tauberfränkischen Kommandeurs übertragen, passend zum Motto des letztjährigen Abends: Such- und Rettungsdienst (SAR).

Höhepunkt des Besuches war zweifellos der Mitflug mit einer UH-1D mit der Registrierungsnummer 70+87, mit der Borst bereits vor 35 Jahren in seiner Zeit als junger Notarzt nachweislich geflogen ist. Piloten bei diesem besonderen Flug, der die eine oder andere Erinnerung wach werden ließ, waren der Regimentskommandeur selbst sowie der Staffelkapitän der SAR-Staffel (7./TrspHubschrRgt 30), Major Preuß.

Exakt dieser Hubschrauber wurde erstmals im Februar 1969 durch die Bundeswehr genutzt und hat inzwischen insgesamt etwa 9 500 Flugstunden absolviert.

Wenn Borsts Amtszeit als Tauberfränkischer Kommandeur im November dieses Jahres turnusgemäß enden wird, ist das Ende der Nutzung der altbewährten UH-1D ebenfalls bereits absehbar.

Durch Einführung der H-145 als neuer Rettungshubschrauber der Bundeswehr endet die lange Einsatzzeit der UH-1D spätestens im Juni 2021. oim