Niederstetten

Kindergarten Rinderfeld Kooperation mit der Firma Bass besteht seit zehn Jahren

Jetzt kann auch draußen „gekocht“ werden

Archivartikel

Rinderfeld.Der Rinderfelder Kindergarten war von 2004 bis 2007 Modellkindergarten für Bildungsförderung im Elementarbereich der Innovationsregion Kocher & Jagst. Dieses Projekt mündete 2008 in einer Bildungspartnerschaft mit der Firma Bass aus Niederstetten.

Als Altbürgermeister Kurt Finkenberger damals auf die Geschäftsführerin Dr. Stefanie Leenen zuging, stieß er auf offene Ohren, denn „MINT“-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) sind nicht nur heute in aller Munde. Ziel der Kooperation ist es, insbesondere auch bei Mädchen das Interesse an MINT-Fächern zu wecken.

Seit 2008 werden jährlich drei bis fünf MINTec-Werkstätten im Bereich Technik durchgeführt. Einmal im Jahr in der Firma Bass, ansonsten im Kindergarten – aber stets mit vorbereitet von den Auszubildenden. Die Firma Bass unterstützt die Einrichtung also mit Man- und Frauenpower, aber auch finanziell.

Ebenfalls nehmen die Natur und Naturwissenschaften großen Raum im Kindergarten ein. Basiswissen im Bereich Mathematik wird spielerisch in den Alltag integriert, manches als tägliches Ritual. Wer mehr dazu erfahren möchte, kann die Konzeption beim Kindergarten einsehen.

Dr. Stefanie Leenen versprach beim Start der Partnerschaft, dass sie das Engagement der Firma Bass langfristig gestalten möchte, und so hat es sich auch entwickelt. Aufgrund dessen darf der Kindergarten in seinem Logo auch den geschützten Begriff „MINTec Hohenlohe“ führen. Zehn Jahre sind seit der Gründung der MINTec-Kooperation vergangen. Aus diesem Anlass war eine besondere Aktion geplant. Die Kinder und Erzieherinnen wünschten sich schon lange eine Außenküche für den Sandbereich. Der Ausbildungsleiter bei Bass, Florian Herrmann, sagte sofort: „Das bekommen wir hin!“

Zusammen mit Bass-Hausmeister Weber sowie den drei Auszubildenden Christoph, Leonhard und Robert ging es recht schnell in die Vorplanung. Die Kinder wollten eine Winkelküche. Schon vor der Aktion im Kindergarten wurden in der Firma einzelne Küchenelemente aus Europaletten hergestellt. Zwei Tage waren dann für den Aufbau im Kindergarten vorgesehen. Die Aufregung war groß, als morgens der Anhänger mit dem ganzen Material kam. Die Kinder standen am Zaun und riefen: „Da kommt die Firma Bass!“ Gemeinsam wurde das Material abgeladen und alles an Ort und Stelle gebracht. Dafür haben die Kinder ganz schön viele Muskeln gebraucht. Dann wurde der Boden eingeebnet und an der Küche geschraubt, gebohrt, gesägt und geschliffen.

Das Meiste haben zwar die Auszubildenden gemacht, aber auch die Kinder haben fleißig mitgeholfen. Bürgermeisterin Heike Naber sowie die Kinder und Erzieherinnen lobten den Einsatz der Auszubildenden und von Bass-Hausmeister Weber.