Niederstetten

Bildungszentrum Niederstetten Besuch aus dem Collège Marcel Pagnol / Sprachkenntnisse vertieft

„Lieben Deutschland und Frankreich“

Archivartikel

Niederstetten.Wie alle zwei Jahre findet auch 2019 der schulische Austausch des Bildungszentrums Niederstetten mit dem Collège Marcel Pagnol (Le Plessis-Bouchard) statt. Sowohl die Stadt Niederstetten als auch der Partnerschaftsverein und die Schulgemeinschaft unterstützen den Austausch mit ihrer Partnerstadt im Pariser Nordwesten.

Am Austausch nahmen diesmal 26 Schülerinnen und Schüler teil, die sich vorwiegend in der 8. und 9. Klasse (zweites und drittes Lernjahr) befinden. Besonderes Augenmerk wird von den beteiligten Fachlehrerinnen darauf gelegt, die Sprachkenntnisse zu verbessern, das Gruppengefühl zu stärken und insgesamt vielfältige Angebote zur binationalen Interaktion zu bieten. Bei dem einwöchigen Besuch im März standen neben einer Begrüßung im Rathaus, eine interaktive Stadtrallye quer durch Niederstetten, ein Schulbesuch am Bildungszentrum, Unternehmungen in den Gastfamilien, ein Ganztagesausflug nach Stuttgart mit Besuch des Daimler-Benz-Museums, sowie eine Stadtführung in Bad Mergentheim mit abschließendem Einblick in die dort ansässige duale Hochschule auf dem Programm.

Des Weiteren betätigte man sich gemeinsam sportlich und dokumentierte in länderübergreifenden Arbeitsgruppen den einwöchigen Aufenthalt. Man unternahm gemeinsame Stadtbummel und besuchte den Bad Mergentheimer Wildpark. Im nördlichen Landkreis besuchten die Austauschschüler das Glasmuseum Wertheim, welches sie bei einer Führung in französischer Sprache erkundeten. Zudem nahmen alle beteiligten Familien an einem gemeinsamen Abendessen teil.

Anfängliche Hemmnisse in der Verwendung der französischen Sprache bauten die Schüler zumeist schnell ab.

Zudem wurden alle Beteiligen dazu animiert, sich – ganz im Sinne der Mehrsprachigkeit – auch anderer Sprachen wie zum Beispiel des Englischen zu bedienen, um die Kommunikation stellenweise zu erleichtern.

Das Ziel dieser Begegnungen war und ist es, den Schülern eine erste authentische Begegnung mit ihren Austauschpartnern zu ermöglichen. Dies ist aus Sicht von Schülern, Eltern und Lehrern in vollem Maße geglückt. Insbesondere die kulturelle Offenheit und das Ausprobieren von verschiedenen Wegen der Kommunikation in einer fremden Sprache und Kultur waren für die Schüler besondere Erfahrungen, die sie nachhaltig prägen. Erfreuliches Fazit des 15-jährigen Franzosen Leo V., welches er am letzten Tag unaufgefordert an die Tafel des Klassenzimmers schrieb: „Wir lieben Deutschland und Frankreich!“. Schöner hätte man das Erlebnis und Ergebnis dieser Woche wohl nicht zusammenfassen können.

Doch nicht nur die französischen Gäste, sondern auch alle Französischschüler des BZN freuen sich auf ein baldiges Wiedersehen ab dem 21. Mai, wenn sie eine Woche in die französische Partnerstadt fahren dürfen, um die französische Sprache zu vertiefen und Land und Leute näher kennenzulernen.