Niederstetten

UEG Hohenlohe Ostalb Herbert Klein als Mit-Geschäftsführer verabschiedet / Mit seiner Hilfe Marktposition deutlich verbessert

Mit Rekordumsatz im Jubiläumsjahr

Der Vorsitzende der UEG Hohenlohe Ostalb, Holger Bölz aus Waldtann, konnte den zahlreichen Besuchern auf der jüngesten Mitgliederversammlung in Jagstzell, erfreuliche Zahlen mitteilen.

Jagstzell. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde in der nun 25-jährigen Geschichte der UEG der höchste Umsatz mit 9,6 Mio Euro erzielt. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 9166 Stück Nutz- und Schlachttiere erfasst und vermarktet. Diese erfreuliche Entwicklung ist umso mehr zu beachten, da man sich in einem strukturellen Umbruch der viehhaltenden Betriebe befindet, erklärte der Vorsitzende. Es konnten 20 neue Betriebe hinzugewonnen werden und so sind inzwischen 431 Betriebe der UEG angeschlossen.

Rindfleischmarkt erholt sich

Nach zuletzt eher schwierigen Jahren hat sich der Rindfleischmarkt erholt und es konnten zufriedenstellende Preise erzielt werden. Rindfleisch sei beim Verbraucher beliebt und für ein gutes Stück Steak werde auch Geld ausgegeben, resümierte Holger Bölz.

Geschäftsführer Karl Bäuerlein zeigte den Besuchern die monatlichen Vermarktungszahlen und Erlöse auf. Die Preise 2017 lagen über dem Vorjahr und trugen damit zur positiven Umsatzentwicklung bei. Bäuerlein verwies auf das sehr erfolgreiche Bullenmastprogramm, das die UEG in Zusammenarbeit mit dem Schlachthof in Ulm, anbietet. Die Tiere werden nach dem Qualitätszeichen Baden Württemberg produziert, d. h. dass eine gentechnikunveränderte Fütterung Grundlage des Programms ist und dafür erhalten die Erzeuger einen sehr guten Preisaufschlag. Er warb für die Teilnahme, da noch mehr Absatz möglich ist und so neue Betriebe dazu stoßen können.

Durch eine sehr sparsame Wirtschaftsweise und effektive Viehvermarktung konnte wieder ein zufriedenstellender Gewinn erwirtschaftet werden. Als bäuerliche Vermarktungsorganisation ist die UEG nicht interessiert, große Erträge zu erwirtschaften, sondern den Bauern einen möglichst hohen Vermarktungserlös zu garantieren. Diesem Ziel ist die UEG ganz und gar nachgekommen. Dies wurde auch durch die Kassenprüfung bestätigt.

Einen sehr interessanten Vortrag mit dem Titel, „Das Auge des Herrn mästet sein Vieh-digitale Hilfsmittel im Stall“, hielt Dr. Uwe Mohr von der Fach- und Versuchsanstalt Triesdorf.

Immer mehr Technik

Die technische und digitale Entwicklung hat die letzten Jahre in den milchviehhaltenden Betrieben zugenommen. In der Versuchsanstalt in Triesdorf werden diese technischen Errungenschaften getestet und auf ihren praktischen Gebrauch in den Bauernhöfen geprüft. So kann mit dem Einsatz eines Melkroboters die Zellzahlen in der Milch oder auch die Körpertemperatur der Kuh gemessen werden. Dies ist eine wichtige Info an den Landwirt um auch die Tiergesundheit im Blick zu haben. Denn wenn sich hier Abweichungen ergeben, sind das schon Warnzeichen einer Erkrankung, bevor sie beim Tier direkt zu erkennen sind. Ähnlich ist das bei Ohrmarken, die das Fressverhalten und das Wiederkauverhalten einer Kuh aufzeigen. Über Navigationssysteme kann man die Bewegungsaktivität der Kühe aufzeigen und eine neue Entwicklung soll die Geburtswehen messen und die bevorstehende Geburt eines Kalbes, dem Landwirt rechtzeitig mitteilen. Nicht alle technischen Neuerungen sind praxistauglich hob Dr. Mohr heraus, daher testet die Versuchsanstalt diese neuen Geräte und der Landwirt kann die Testergebnisse abfragen. Dr. Mohr begrüßt die technische und digitale Entwicklung in den Milchviehbetrieben, da sie die Arbeit der Bauern unterstützt und ein Controlling für die Tierbeobachtung und letztendlich der vorbeugenden Tiergesundheit dient. Sie ersetzt aber nicht die Erfahrung und die Beobachtung der Tiere durch den Landwirt selbst. Dies zeigen immer wieder Auswertungen von Milchviehbetrieben.

In diesem Jahr standen Neuwahlen an. Zuvor wurde die Satzung geändert, um die Amtszeit von Vorständen und Beiräten von fünf auf drei Jahre zu verkürzen. Auch wird die UEG in Zukunft von zwei gleichberechtigten Vorständen geführt.

Die Wahlen ergaben folgendes Ergebnis: Zum ersten Vorsitzenden wurde der bisherige Vorsitzende Holger Bölz aus Kressberg-Waldtann und Martin Schwarz aus Frankenhardt – Oberspeltach gewählt. Als Stellvertreter fungieren Michael Kucher aus Rosenberg-Zumholz und Thomas Präg aus Crailsheim- Jagstheim.

Uwe Rüttiger übernimmt

In den Beirat wurden Josef Gloning aus Ellwangen-Beersbach, Josef Hilsenbeck aus Ellwangen-Kellerhaus, Markus Sprösser aus Neuler, Harald Stetefeld aus Frankenhardt-Spraichbühl und Hans Peter Klempp aus Crailsheim-Wollmershausen gewählt.

Ausgeschieden aus dem Vorstand nach zehnjähriger Mitgliedschaft in Vorstand und Beirat ist Michael Schmid aus Rainau-Schwabsberg. Für 25-jährige Mitarbeit wurde der Geschäftsführer Karl Bäuerlein aus Fichtenau-Rötlein geehrt. Aus den Reihen der Mitarbeiter wurden Hildegard Bawidamann aus Bopfingen-Unterriffingen und Herbert Klein von der UEG Hohenlohe Franken verabschiedet. Bawidamann war als Teilzeitkraft für die Viehabrechnung zuständig und Herbert Klein war als zusätzlicher Geschäftsführer mit Karl Bäuerlein für die Vermarktung und Organisation der UEG zuständig. Nach dem Zusammenschluss 2011 mit der UEG Hohenlohe-Franken aus Niederstetten konnte die Marktposition der UEG Hohenlohe Ostalb deutlich verbessert werden und da hatte Herbert Klein einen großen Anteil daran, lobte Vorsitzender Holger Bölz. Klein wird durch seinen Mitgeschäftsführer bei der UEG Hohenlohe-Franken, Uwe Rüttiger ersetzt, der in Zusammenarbeit mit Karl Bäuerlein und dem Vorstand der UEG Ostalb und Hohenlohe Franken die Geschicke der UEG Ostalb in den nächsten Jahren lenken wird. Damit wird ein reibungsloser Übergang in der Geschäftsführung gewährleistet. ueg