Niederstetten

Zusammenschluss Diakoniewerke Neuendettelsau und Schwäbisch Hall ab Juli unter einem Dach / Neue Marke erfordert Investitionen

Namenseinführung gibt es nicht zum Nulltarif

Archivartikel

Schwäbisch Hall.Im Juli geht der neue Diakonie-Riese „Diakoneo“ als Zusammenschluss der beiden Diakoniewerke Neuendettelsau und Schwäbisch Hall an den Start – die Einführung der neuen Marke kostet nach Recherchen des Evangelischen Pressedienstes (epd) alleine dieses Jahr bis zu 200 000 Euro.

Die Summe wirke auf den ersten Blick vielleicht recht hoch, sagte ein Sprecher der Diakonie Neuendettelsau auf Anfrage, sie sei für eine Markeneinführung aber „sehr zurückhaltend kalkuliert“. Verwendet werde das Budget für die Präsentation des neuen Markenauftritts, eine neue Geschäftsausstattung, Veranstaltungen, Plakate und viele kleine Maßnahmen, „um die neue Marke bekanntzumachen“.

Der Diakonie-Sprecher betonte allerdings, dass diese Summe „nicht ganz ausreichen“ wird, da auch im kommenden Jahr beispielsweise Mittel für neue Beschilderungen und anderes eingeplant werden müssten. Man wirtschafte aber „weiterhin so sparsam wie möglich“, so würden beispielsweise vorhandene Prospekte in einer Übergangszeit weiter verwendet und möglichst aufgebraucht. Auch neue Fahrzeuge würden übergangsweise nicht mit Logos versehen, um unnötige Kosten zu vermeiden. Finanziert werde das „Rebranding“ aus Eigenmitteln des Unternehmens, es mussten keine Gelder umgeschichtet werden.

Man halte den Zusammenschluss der beiden Diakoniewerke auch wirtschaftlich für sinnvoll, erläuterte der Sprecher weiter. Die Fusion erfolge auf Augenhöhe. Würde das neue Unternehmen keinen neuen Namen erhalten, wäre diese Augenhöhe zwischen einem größeren und einem kleineren Partner „nicht glaubwürdig zu vermitteln“. Außerdem erwarte man sich von der neuen Positionierung „noch mehr Attraktivität für potenzielle Mitarbeitende und Kunden“. Insofern handle es sich um eine Investition, „die sich mittelfristig rentieren wird“. Erarbeitet wurde die neue Marke größtenteils intern, es habe allerdings externe Experten gegeben, die diesen Prozess begleitet haben. Nach der Fusion der Diakoniewerke entsteht ein Unternehmen mit mehr als 10 000 Mitarbeitern und 600 Millionen Euro Umsatz. Es wird das größte Diakonieunternehmen in Süddeutschland sein. epd