Niederstetten

Aus dem Tauberrettersheimer Gemeinderat Bürgermeister Hermann Öchsner wünscht sich nach Amtsverzichts-Ankündigung eine „geordnete Übergabe“

Nichts Konkretes über Rücktritts-Gründe

Archivartikel

Mit viel Spannung wurde in Tauberrettersheim die jüngste Gemeinderatsitzung erwartet. Die Frage war, ob Bürgermeister Hermann Öchsner zu seinem Rücktritt Stellung nehmen würde.

Tauberrettersheim. Doch auch auf Nachfrage gab es von Noch-Bürgermeister Hermann Öchsner kein Statement. Erst nach telefonischer Rücksprache unserer Redaktion bei dem Rathauschef gab es bruchstückhafte Antworten. So meinte der Schultes, dass die kursierenden Vermutungen bzw. Kritik an seiner Amtsführung nicht das Problem seien.

Zu späterer Zeit werde er sich äußern, und die Bevölkerung werde dann anders über den vorzeitigen Amtsverzicht denken.

Zu Fragen, warum er nicht konsequent sei und sofort zurücktrete, sagte der 68-jährige, dass er eine geordnete Übergabe wünsche, alles andere wäre „unfair“. Durch die zahlreichen formellen Fristen gäbe es zudem kaum zeitliche Veränderungen. Da die Amtszeit dann innerhalb der letzten zwei Jahre der am 30. April 2020 ablaufenden Wahlzeit enden werde, wird die Amtszeit des neu zu wählenden ersten Bürgermeisters der Gemeinde erst zusammen mit der folgenden Wahlzeit des Gemeinderates am 30. April 2026 enden.

Einstimmig beschloss daher das Gremium in öffentlicher Sitzung – vorbehaltlich der Zustimmung des Innenministeriums – als Wahltag den 14. Oktober 2018 festzulegen. An diesem Tag finden in Bayern auch die Landtags- und Bezirkstagswahlen statt. Wahlleiter wird dann Hermann Öchsner, sein Stellvertreter wird der derzeitige zweite Bürgermeister Paul Wunderlich sein.

Weitere Themen diskutiert

Weiter entschieden die Räte, einen neues Salzstreugerät für den Winterdienst anzuschaffen. Der 560 Liter fassende und mit einer elektronischen Steuerung versehene Streuer kostet rund 5700 Euro, der vorhandene soll verkauft werden. Der geplante Kauf eines einachsigen Dreiseitenkippers wurde vertagt, da der Kipper erst noch vor Ort wegen der Qualität begutachtet werden soll.

Zwischen dem 1. Juli und 31. Oktober 2018 sollen noch die 118 Straßenleuchten auf LED umgestellt werden. Mit dem örtlichen Energiegeber wurde nach Mitteilung von Öchsner ein neuer „guter“ Vertrag abgeschlossen, der vor allem die Garantieleistungen besser regelt. Da nur ein Leuchtmittelaustausch stattfindet, konnten die Kosten von 76068 auf 43 898 Euro gesenkt werden.

Bei der Auftragsvergabe Heizung und Sanitär im Rahmen des Rathausumbaus erhielt das Weikersheimer Unternehmen Hieber als günstigster Anbieter in Höhe von rund 8000 Euro den Zuschlag. Nicht anfreunden konnten sich Paul Wunderlich und Christa Raupp mit einer „Stahltreppe“ beim vorgenannten Vorhaben.

Nach ihrer Meinung passe eine Betontreppe besser zum Objekt. Letztendlich erhielt der Creglinger Metallbauer Schweitzer mit knapp 10 000 Euro den Auftrag für die Metallbauarbeiten.

Martin Nörpel hofft, dass die Baumaßnahme mit dem Einbau eines Aufzugs zur barrierefreien Erschließung des Rathauses mit Gewölbekeller bis zum Wahltag am 14. Oktober abgeschlossen ist.

Abschließend konnte Bürgermeister Hermann Öchsner dem Rat die Mitteilung überbringen, dass der Haushalt 2018 vom Landratsamt ohne Beanstandung Zustimmung fand.