Niederstetten

Informationsveranstaltung Ortsvorsteher berichtet Bürgern über geplante Bau- und Verkehrsprojekte / Großzügige Spenden für Friedhof

Pläne für Aussegnungshalle konkreter

Archivartikel

Vorbachzimmern.Bei einer Bürger-Informationsveranstaltung unterrichtete Ortsvorsteher Gerhard Hauf die Einwohner von Vorbachzimmern über anstehende Projekte.

Ein zentrales Thema war die geplante Aussegnungshalle. Sie soll noch in diesem Jahr im oberen linken Bereich des Friedhofes verwirklicht werden. Die Finanzierung steht, ohne städtische Beteiligung. Grundstock ist der Erlös der 1200-Jahr-Feier im Jahr 2001. Dazu kommen Spenden, unter anderem 20 000 Euro von Edgar Wolf.

Über die letzten zwei Jahre veränderte sich der Friedhofs. Parkplätze wurden angelegt. Der Friedhof erhielt einen größeren Zuschnitt. Die Einfriedung wurde neu angelegt. Nun existiert ein passendes Umfeld für Aussegnungsplatz- und Halle.

Helfer gefragt

Die Halle soll zur Wetterseite im Westen sowie im Norden von einer Mauer begrenzt werden und nach Süden zum Kriegerdenkmal hin offen sein. Zimmermeister Paul Herwarth unterstützte das Projekt mit einer Planung. Helfer werden beim Bau gefragt sein. Insgesamt wird das gesamte Vorhaben ein Volumen von rund 42 000 Euro umfassen. Gut die Hälfte entfällt auf die Halle. Auf Einwände aus dem Publikum, dass es im Winter in der neuen Halle kühl wäre und die Aussegnungen in der Kirche doch gut wären, erläuterte der Ortsvorsteher, dass auch künftig alle Arten von Trauerfeiern möglich sein sollen. Vom traditionellen Trauerzug ab dem Trauerhaus über Aussegnungen in der Kirche bis hin zu Bestattungsfeiern rein auf dem Friedhof mit anschließendem Gottesdienst in der Kirche..

Schon jetzt kann man zwischen Erd- und Urnenbestattung, jeweils als normales Grab oder Rasengrab auswählen und auch das traditionelle Familiengrab gibt es noch. Niemand müsse mehr auf auswärtige Angebote zugreifen, so Hauf. Ein weiteres Thema war die Vorbachbrücke, die die Triensbachstraße mit dem Dorf verbindet, und die einzige Zufahrt für schwere Fahrzeuge zur Kläranlage ist. Seit Jahren liegt ein Gutachten vor, das die Brücke als sanierungsbedürftig einstuft. Ein anders Gutachten geht davon aus, dass sie noch hält.

Die Sanierung ist Teil der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt. Sollte die Brücke ausfallen, kann der Klärschlamm nicht mehr abgefahren werden. Außerdem wird sie tagtäglich von zahlreichen Pendlern genutzt, die über die Aschbachschiene Richtung Bad Mergentheim oder über Pfitzingen und Adolzhausen Richtung Mulfingen fahren. Hauf stellte der Bevölkerung Planskizzen möglicher Sanierungsmaßnahmen vor.

Informiert wurde auch über den aktuellen Stand der Bauplatzverkäufe im Baugebiet Steinbach II. Von den 31 erschlossenen Bauplätzen sind inzwischen zwölf bebaut, 19 könnten kurzfristig bebaut werden. Das Baugebiet hat darüber hinaus Potenzial für 16 weitere Bauplätze. Ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis solle Bauinteressenten anlocken. Für Familien gebe es Rabatte. Vorbachzimmern liegt zentral in Hohenlohe. Ein zusätzliches Plus sei die Kindertagesstätte im neuen Dorfzentrum. Der Sportplatz des TSV mit dem Beach-Volleyball-Feld ist nur wenige Schritte entfernt.

Kommunalwahlen 2019

Stadtrat Friedrich Thorwarth erinnerte an die Kommunalwahlen 2019. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sich wieder genügend Interessenten für den Ortschaftsrat und vor allem auch neue Kandidaten für den Stadtrat finden werden. Die Sondierungsveranstaltung vor vier Jahren hatte für den Ortschaftsrat gefruchtet. In Bezug auf den Stadtrat hatte sich keine Alternative gefunden. Das dürfe sich ruhig ändern, so der aktuelle Amtsinhaber. Er klebe nicht an seinem Stuhl. Als Aufregerthema entpuppte sich die Parksituation in der Triensbachstraße. Anwohner, Landwirte und andere Verkehrsteilnehmer hatten sich über die unübersichtliche Situation durch teils beidseitig parkenden und längerfristig abgestellten Fahrzeuge beschwert. Der Unterschied zwischen beruhigtem Verkehrsfluss in der 30er Zone und eintretender Behinderung sei nur mit vorausschauender Rücksichtnahme erreichbar. Hauf appellierte an alle Beteiligten, miteinander zu sprechen und aufeinander Rücksicht zu nehmen, damit nicht am Ende polizeiliche Maßnahmen oder Parkverbote stünden. Ein weiteres Verkehrsthema waren zwei geplante Querungshilfen. Der Zebrastreifen über die L1001 liegt nördlich der zentralen Kreuzung und ist für Fußgänger und Schulkinder aus den Baugebieten auf dem Weg zur Bushaltestelle häufig keine Alternative. Bei Geschwindigkeitsmessungen des Landratsamtes sind Geschwindigkeiten von 80 oder 90 Kilometer pro Stunde nicht ungewöhnlich.

Die Überquerung der aufgrund der Kurve in diesem Bereich teilweise schwer zu überschauenden Straße ist mitunter riskant. Abhilfe schaffen soll eine Fußgänger-Querungshilfe, also eine Art Mini-Verkehrsinsel. Auf Höhe der Kirche soll eine zweite Querungshilfe ebenfalls für mehr Sicherheit sorgen , die schnelle Ortsdurchfahrt entschärfen und einen Beitrag zu einem ruhigeren Verkehrsfluss leisten. ft