Niederstetten

Justiz Fliesenleger zu Bewährungsstrafe verurteilt

Sozialkassen geschädigt

Schwäbisch Hall.Ein im Landkreis Schwäbisch Hall ansässiger Fliesenleger wurde vom Amtsgericht Schwäbisch Hall zu einer neunmonatigen Freiheitsstrafe verurteilt. Die Freiheitsstrafe wurde auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass sich der ehemalige geschäftsführende Inhaber einer GmbH in 107 Fällen wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt schuldig gemacht hatte.

Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit vom Standort Tauberbischofsheim zeigten, dass der vorbestrafte Unternehmer fortgesetzt vier Jahre lang seit Oktober 2009 vier Arbeitnehmer „schwarz“ beschäftigte. Als vermeintlich selbstständige Subunternehmer gingen diese jedoch weisungsgebunden den vorgegebenen Arbeiten des Mannes nach. Damit standen die Arbeiter zu dem Verurteilten eindeutig in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis. Durch die Scheinselbstständigkeit und die nicht erfolgten Anmeldungen als abhängig beschäftigte Arbeitnehmer entstand den Sozialkassen ein Schaden in Höhe von mehr als 120 000 Euro.

Diese nicht ordnungsgemäß abgeführten Sozialversicherungsbeiträge sind auch von dem Verurteilten nachzuzahlen.

Das Urteil ist laut einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Zweigstelle Schwäbisch Hall, und des Hauptzollamts Heilbronn rechtskräftig. hza