Niederstetten

Russland-Deutsches Theater

Stück über Siedler an der Wolga

Oberstetten.Anlässlich des 100. Jahrestags der Gründung der deutschen Autonomie an der Wolga erzählt das Russland-Deutsche Theater Niederstetten unter dem Titel „Die Kist’ von der Wolga“ die Geschichte der Wolgadeutschen in einem literarisch-szenischen Schauspiel. Am 20. Januar und Anfang Februar stehen die nächsten Aufführungen an. Die ersten Jahre waren für wolgadeutsche Siedler hart: immer wieder wurden sie verschleppt und ausgeplündert. Doch sie konnten sich in der Region durchsetzen. Im Gebiet der Wolga existierten 1918 mehr als 200 deutsche Siedlungen. Im April 1918 wurde das „Kommissariat für deutsche Angelegenheiten an der Wolga“ eingerichtet. Die Jahre der Autonomie sollten sich als schwierig erweisen, da die Region in den Bürgerkrieg zwischen roten und weißen Gruppen geriet. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Wolgadeutschen nach Sibirien umgesiedelt. Maria und Peter Warkentin haben zeitgenössische literarische Berichte ausgegraben, die sich durch eine schöne, ausdrucksstarke Sprache auszeichnen. Aufführungstermine im Amtshaus Oberstetten sind am Sonntag, 20. Januar um 18 Uhr, Samstag, 2. Februar 20 Uhr und Sonntag, 3. Februar 18 Uhr. Reservierungen sind unter Telefon 07932/60 286 und per E-Mail an info@rdtheater.de möglich. pm