Niederstetten

Gesangverein Liederkranz Konzert der drei Chöre in voll besetzter Nikolauskirche in Vorbachzimmern / Mehr als 50 Sänger beteiligt

Ungewöhnlich viele junge Stimmen verstärkten den Chor

Vorbachzimmern.Beim Konzert der drei Chöre des Gesangvereins Liederkranz war die Nikolauskirche in Vorbachzimmern voll besetzt. Neben Einheimischen hatten auch viele Gäste von außerhalb den Weg hierher gefunden.

Für eine Veranstaltung eines Gesangvereins waren ungewöhnlich viele junge Leute da. Das spiegelte aber auch die Besetzung der Chöre wider. Gerade im „jungen“ Chor Intakt, der 2018 schon zehn Jahre alt wurde, hat sich in den letzten Monaten einiges getan.

Immer mehr Mitglieder

Nachdem die junge Chorleiterin Franziska Hammel anfangs schon etliche Nachwuchssänger aus Vorbachzimmern angezogen hatte, verstärken in letzter Zeit auch junge Stimmen aus umliegenden Ortschaften und Städten den Chor, so dass „Intakt“ den gemischten Chor zahlenmäßig inzwischen deutlich überholt hat. Den Anfang machte dennoch der gemischte Chor mit „Ein kleines Stück Musik“ und den „Wundern dieser Welt“. In einer kurzen Ansprache begrüßte die Chorleiterin die Gäste. Die „Rose“, vielen wahrscheinlich besser bekannt in der englischen Version von Bette Middler und „Herr deine Güte“ folgten. Dann stießen die Sänger von Intakt dazu. Gemeinsam wurde „Ein Licht leuchtet hell in der Dunkelheit“ gesungen.

Spontaner Beifall

Nach einer kurzen Überleitung durch Elke Striffler war nun Intakt alleine an der Reihe. Passend zum Auftrittsort erklang „In Your Arms“ und das legendäre „Hallelujah“ von Leonard Cohen.

Spätestens da war es um die Disziplin der Zuhörer geschehen und spontaner Beifall wurde zur Regel. Dann kamen auch schon die Kinder mit dazu.

„Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay und „Seite an Seite“ von Christina Stürmer wurde gemeinsam vorgetragen. Den Übergang zum nächsten Titel moderierten Anna-Lena Eifert und Lena Schuch vom Kinderchor. Der „Lieblingsmensch“ des Kinderchores, bei dem sich vier Mädchen als Solistinnen hohen Respekt verdienten, wurde vom Publikum zurecht mit einem donnernden Applaus gewürdigt. Mit afrikanischen Rhythmen startete der nächste Block von „Intakt“, gefolgt von „Atemlos“, das gewöhnlich wohl eher in Festzelten als in Kirchen gesungen wird. Aber dem Publikum gefiel es offensichtlich. Helen Kraft moderierte die nächste Überleitung und der gemischte Chor stießen wieder dazu. Mit „Mama Loo“ wurde weiter richtig Stimmung gemacht. Und ohne Intakt ging es weiter mit „Ich war noch niemals in New York“, bekannt durch Udo Jürgens, und „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern, bei dem der Bass zur Geltung kam.

Lara Nörr und Lilli Schmidt bereiteten das Publikum auf das Finale vor. „We are the World“, vor vielen Jahren für die Hilfe in Afrika ein Hit, wurden von den Kindern und Intakt gemeinsam gesungen.

Von sechs bis 80 Jahren

Der Vorsitzende des Gesangvereins, Jochen Schmidt, stellte in seiner abschließenden Ansprache klar, dass man mit diesem Konzert zeigen wollte, dass Chorgesang Spaß mache und lebe.

Das sahen wohl auch die Zuhörer so, die mit lang anhaltendem Applaus als Zugaben nochmals „Seite an Seite“ und schließlich auch noch „Barbara Ann“ herausgeholt hatten. Dabei standen mit allen drei Chören über 50 Sänger von sechs bis achtzig Jahren vor dem Publikum. ft