Niederstetten

Pflanzaktion Freiwillige im Röttinger Bürgerwald

Von „labil“ zu „stabil“

Röttingen.Aus ganz Deutschland waren am Wochenende rund 70 Freiwillige zum bundesweiten Bergwaldprojekt für den ökologischen Waldumbau in den Röttinger Bürgerwald gekommen. Sie alle wollten beim „Neihaufescht“ einen Beitrag für den naturnahen Umbau unserer Wälder leisten. Die ursprünglich angedachte Pflanzung konnte wegen der anhaltenden Trockenheit nicht realisiert werden, darum wurde gemeinsam mit dem örtlichen Revierleiter des AELF Würzburg, Manfred Rueb, eine Eichelssat vorbereitet.

Vorteil dieses Umbauverfahrens ist die Unabhängigkeit von Niederschlag, die Eicheln keimen an, können dann die Winterfeuchtigkeit im Boden nutzen und die künftigen Bäume wurzeln viel besser an als gepflanzte Setzlinge. Nach der Vorbereitung der Saatfläche säten die Freiwilligen 50 Zentner anerkanntes Eichelsaatgut und bedeckten die Eicheln mit Bodensubstrat. Gleichzeitig wurde ein Wildschutzzaun um die Fläche gezogen, um Schäden zu vermeiden. Der labile Schwarzkiefernaltbestand wird so nach und nach in einen klimastabilen Laubholzmischbestand aus Eiche, Hainbuche, Elsbeere, Speierling und Winterlinde umgewandelt. Die Freiwilligen konnten eine Fläche von drei Hektar naturnah umbauen. Das Bergwaldprojekt mit Sitz in Würzburg führt deutschlandweit Freiwilligen-Einsatzwochen mit jährlich über 2000 Teilnehmenden durch. Die Teilnahme ist für Erwachsene kostenlos. 2018 finden 101 Projektwochen an 46 verschiedenen Standorten statt. Ziel der Arbeitseinsätze: vielfältige Funktionen der Ökosystem erhalten, den Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung natürlicher Lebensgrundlagen bewusst machen und die Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit Ressourcen bewegen. brun