Niederstetten

Maßnahmen abgerechnet Gottlob Haag-Kabinett teurer

„Wie ist das denn möglich?“

Archivartikel

Niederstetten.Das wollte Stadtrat Roland Landwehr dann doch genauer wissen. Es ging um die Abrechnung der Maßnahmen für das „Gottlob Haag-Kabinett“, das die Stadt zur Erinnerung an ihren Ehrenbürger eingerichtet hat.

19 600 Euro hatte die Kostenberechnung im Vorfeld ergeben, 21 700 Euro waren im Haushaltsplan veranschlagt, tatsächlich kostete die Einrichtung inklusive einer audiovisuellen Präsentation nun aber 27 689,39 Euro, also rund 8000 Euro mehr.

Da auch der Zuschuss aus dem „Leader“-Programm mit 9631 Euro geringer ausfiel als geplant, verbleibt bei der Stadt ein Eigenanteil von 18 058,38 Euro. Stadtpflegerin Stefanie Olkus-Herrmann erläuterte, dass höhere Kosten bei der gesamten Technik, der Restaurierung des Gottlob-Haag-Sessels und der Beschaffung eines zusätzlichen Monitors angefallen seien. „Ich finde toll, was da geschaffen worden ist“, lobte Stadtrat Klaus Lahr. Besonders für junge Leute, die Gottlob Haag nicht mehr persönlich kennen, sei die Einrichtung wichtig. Die Mehrkosten von 8000 Euro nannte Lahr „nicht schön, aber vertretbar“.

Auch Roland Landwehr lobte die Einrichtung des Kabinetts. Allerdings fragte er sich – rein aus Interesse und ohne Kritik üben zu wollen,wie er sagte – wie es zu einer überplanmäßigen Ausgabe von rund 8000 Euro habe kommen können, ohne dass der Gemeinderat darüber informiert worden sei. Hier wünschte er sich in Zukunft eine bessere Informationspolitik.

Bürgermeisterin Heike Naber verwies darauf, dass die Maßnahme vor ihrer Zeit als Bürgermeisterin in Auftrag gegeben worden sei, konnte Landwehrs Nachfrage aber gut nachvollziehen. sem