Niederstetten

Themenabend im „Kult“ Seelsorgerin Mechthild Ritter gibt Betroffenen Strategien für die Trauerbewältigung an die Hand

Wie man Trauernde unterstützen kann

Niederstetten.Wie man Menschen, die trauern, unterstützen kann, darüber informiert die Seelsorgerin Mechthild Ritter am Donnerstag, 8. November, im „Kult“.

Phasen, in denen wir um einen geliebten Menschen trauern, gehören zu den schwersten und herausforderndsten Zeiten unseres Lebens. Nichts ist mehr wie es war, unser Leben steht kopf, wir sehnen uns nach Halt, nach Linderung.

In diesen Zeiten kennen wir uns oft selbst nicht mehr. Wie sollen uns dann andere, Außenstehende, verstehen können, die uns in unserer schwersten Zeit beistehen, trösten möchten?

Trösten ist oft mit dem Wunsch verbunden, dass sich der Trauerende danach besser fühlt, dass die Trauer weicht. Aber ist es wirklich gut, wenn sie verschwindet? Oder ist es wichtig und sogar „gesund“, Tränen und Trauer zuzulassen? „Nicht ganz bei Trost – Trauernde respektieren, verstehen, begleiten“, ist ein Themenabend im „Kult“ überschrieben. Er findet im Rahmen der von der Stadt Niederstetten und dem „Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst ‚Sonnenschein’ der Malteser im Main-Tauber-Kreis“ jährlich veranstalteten Themenreihe statt.

Der Abend wird von der Diplom-Pädagogin und Transaktions-Analytikerin Mechthild Ritter, geboren 1958, gestaltet. Sie begleitet seit 1989 auf der Kinderkrebsstation der Uniklinik Würzburg als Seelsorgerin Patienten und deren Familien. Im Jahr 2000 erhielt sie eine Auszeichnung der Deutschen Leukämie-Forschungshilfe für das psychosoziale Projekt „Trauerseminare für verwaiste Familien“. Außerdem arbeitet sie freiberuflich in der Beratung und Fortbildung von Klinikpersonal, Hospizmitarbeitern, Lehrern, Studenten der Sozialpädagogik und Theologie sowie für Mitarbeiter von Behinderteneinrichtungen. Dabei behandelt sie vornehmlich die Themen Sterbebegleitung, Trauer, Selbstsorge und Kinder.

In ihrem anschaulichen Vortrag wird Ritter Betroffenen und deren Freunden, Verwandten, aber auch professionellen Begleitern unterschiedliche Strategien für die Bewältigung von Verlusten vorstellen und an die Hand geben. In einem kleinen Exkurs geht sie auch auf die Trauer von Kindern ein.

Der Vortrag findet am Donnerstag, 8. November, um 19 Uhr im „Kult“ statt. Der Eintritt ist frei. sem