Niederstetten

Sanierung Sportstätten Stadtverwaltung stellt Zuschussanträge beim Bund

„Wir hätten 90 Prozent verdient“

Archivartikel

niederstetten.Die Stadt Niederstetten möchte gerne verschiedene Sportstätten sanieren und hofft dabei auf hohe Zuschüsse aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“, die für die Bereiche Sport, Jugend und Kultur fließen sollen.

Das Förderprogramm wurde beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung aufgelegt. Die Stadt möchte, wie Bürgermeisterin Heike Naber ausführte, nicht nur die Sporthalle sanieren (veranschlagte Kosten: 590 000 Euro), sondern auch den Sportplatz, den man gleichzeitig in einen das ganze Jahr über bespielbaren Kunstrasenplatz umwandeln will (650 000 Euro) und das Kleinspielfeld am Bildungszentrum (42 000 Euro).

Der Mindestfördersatz für die Maßnahmen beträgt 45 Prozent, bei begründeten Härtefällen könnten sogar bis zu 90 Prozent Zuschuss fließen, berichtete Naber.

Nach Meinung der Bürgermeisterin habe die Stadt den maximalen Zuschuss verdient, das habe sie in ihrem Antrag auch so formuliert. Schließlich habe man vor gut zehn Jahren das Hallenbad schließen müssen, weil die Kommunalaufsicht und die Gemeindeprüfungsanstalt der Stadt aufgrund mangelnder finanzieller Mittel die Generalsanierung und den Weiterbetrieb abgelehnt hatten. „Die Auswirkungen der Hallenbadschließung ist heute noch spürbar“, schreibt Naber in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat. Und weiter: diese habe „die Bevölkerung tief gespalten“. Nachdem es der Stadt auch heute finanziell nicht besser gehe, hält sie die maximale Förderung für angemessen. Gleichwohl habe das Bundesamt schon signalisiert, dass eine 90-prozentige Förderung der insgesamt 1,28 Millionen Euro teuren Maßnahmen unwahrscheinlich sei. sem