Osterburken

Realschule Osterburken Erster Abschluss im neuen Domizil wurde kräftig gefeiert / Lohn für die Mühen der Prüfungen und der Schulzeit

Absolventen waren "Stars" des Abends

Die 91 Absolventen des diesjährigen Schuljahrgangs schreiben Geschichte: Sie durften als erster Jahrgang in der neuen Realschule ihren Abschluss feiern.

Osterburken. Die mehr als zweistündige, perfekt organisierte und ansprechende Feier war geprägt von Herzlichkeit und Harmonie. Voller Stolz und Freude nahmen die Entlassschüler an diesem für sie bedeutenden Tag ihr Zeugnis zum "mittleren Bildungsabschluss" entgegen.

Von Musik und kräftigem Beifall begleitet zogen die Absolventen stolz und froh in die festlich geschmückte Aula ein und setzten sich auf ihre Ehrenplätze.

Gastfreundschaft des GTO endet

Die Grüße von Schulleiter Realschulrektor Dr. Bruno Völker galten einer Vielzahl von Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft, darunter für die Stadt und den Schulträger Bürgermeister Jürgen Galm sowie den Mitgliedern des Gemeinderates, dem stellvertretenden GTO-Schulleiter, Studiendirektor Uwe Rossa, den Vertretern der Eltern mit Doreen Michel und Birgit Erke, Heide Lochmann als Vorsitzender der Freunde und Förderer der Realschule, sowie den Eltern und Angehörigen der Schüler. Wie Dr. Völker betonte, gehe mit dem Abschlussabend eine 30-jährige Gastfreundschaft am GTO zu Ende, denn "heute sind mit dem neuen Schulgebäude erstmalig die Voraussetzungen gegeben, diese Abschlussfeier in eigenen Räumen abzuhalten". In diesem festlichen Rahmen würden die Entlassschüler für reif und fähig erklärt, weiterführende Ziele in Angriff zu nehmen.

Grundlage dafür, so Dr. Völker, sei das Erreichen der "Mittleren Reife", auf welche die Schüler sechs Jahre hingearbeitet hätten. Das sei ein Grund zu feiern und stolz auf das Geleistete zu sein. Das Ende eines Lebensabschnittes sei auch ein geeigneter Moment, um innezuhalten und zurückzublicken. In der Schulzeit habe es sicher Höhen und Tiefen gegeben. Die Vermittlung von Fachwissen sei nur ein Teil schulischer Erfahrungen, ein anderer Teil sei das Generieren von Wertvorstellungen, Einstellungen und Haltungen. Alle hätten die Erfahrung gemacht, dass es sich lohne, sich anzustrengen, und dass das auch belohnt werde. Mit dem Bestehen der Prüfung hätten die Schüler gezeigt, so Dr. Völker, dass sie mit Ernsthaftigkeit ihre weitere Zukunft angehen.

Dieser zukünftige Weg sei nicht bis in alle Einzelheiten vorstellbar. Zufälle und Unwägbarkeiten werden dabei eine Rolle spielen, wobei auch ein Scheitern möglich sei. Die Eltern standen bisher unterstützend zur Seite und die Lehrer hätten die Schüler sechs Jahre lang begleitet.

"Jetzt können alle Absolventen mit großer Zuversicht in einen neuen Lebensabschnitt starten, denn alle haben bewiesen, dass sie aus eigener Kraft die gesteckten Ziele erreichen können." Auf ihrem weiteren Weg wünschte Dr. Völker Glück, Zufriedenheit und viel Erfolg.

Nach dem von Maren Blaha gespielten Klaviersolo "Nuvole Bianche" betonte Bürgermeister Jürgen Galm, dass das zu Ende gehende Schuljahr an der Realschule reich an Höhepunkten gewesen sei. Nach dem ersten Schultag im neuen Haus, der Einweihungsfeier und dem Schulfest komme mit der Abschlussfeier ein weiterer besonderer Freudentag dazu, wenn eine Schule 91 Menschen mit dem Abschluss der mittleren Reife in ihre Zukunft begleiten dürfe. "Auf Ihren Erfolg können sie stolz sein", so Galm. Mit dem Erhalt des Abschlusszeugnisses habe sich nicht nur die anstrengende Prüfungszeit, sondern die gesamte Schulzeit gelohnt.

Verantwortungsgefühl vermittelt

Die Schule habe Bildung, Erziehung und Verantwortungsgefühl erfolgreich vermittelt. Der Realschulabschluss sei der aussagekräftige Beweis dafür.

Bürgermeister Galm gratulierte zu diesem Erfolg und wünschte für die Zukunft alles Gute.

Sein Dank galt auch dem Schulkollegium und den Eltern für deren tatkräftige Unterstützung. Leider hätten die Absolventen die neue Schule nur ein halbes Jahr genießen dürfen, dafür gehen sie aber in die Geschichte der Schule ein: "Sie waren der erste Jahrgang, der im neuen Domizil Abschluss feierte", so Galm.

Mit einem Gedicht wünschte Doreen Michel den Schülern eine gute Zukunft. Nach dem Klaviersolo "La Demarche", gespielt von Jan-Lukas Erke, dankte Schülersprecherin Julia Schaffer dem Lehrkollegium sowie Rektor Dr. Bruno Völker für die "unvergessliche Zeit" in der Realschule. "Wir sind am Ziel und die Lehrer am Ende" sagte sie unter dem Beifall ihrer Mitschüler.

Die ersten zehn Schuljahre habe man mit einem "lachenden und weinenden Auge" gut überstanden und auf das bisher Erreichte könnten alle stolz sein. Jetzt stelle man sich einer neuen Herausforderung. "Alle hoffen jetzt auf eine weitere schöne und erfolgreiche Reise in eine hoffentlich für alle gute Zukunft." Für seinen Sologesang "Auf anderen Wegen" bekam Lukas Eberle einen besonders kräftigen Applaus. Mit großer Freude nahmen die 91 Absolventen danach ihre Zeugnisse von Rektor Dr. Völker, seinem Stellvertreter Tobias Majer sowie den jeweiligen Klassenlehrern in Empfang.

Mit dem Lied "Was wirklich bleibt" der Klasse 10d, an der Gitarre begleitet von Celina und Larissa Müller, wurde das Programm mit der Ausgabe der Klassen-, Fach- und Sonderpreise fortgesetzt. Es folgte "Spirits" von den Klassen 10 a und b, begleitet von der Gitarren AG.

Realschulrektor Dr. Völker dankte in seinem Schlusswort allen, die zum Gelingen des Abends beitrugen. Besonderer Dank galt der Chefkoordinatorin Juliane Egolf sowie Sekretärin Roswitha Stahl und Hausmeister Joerg Rüdinger.

Luftballons stiegen in den Himmel

Nach dem abschließenden Titel "A night full of stars" des Stufenchores der 10er-Klassen ließen die Absolventen goldene Luftballons mit ihren Namen in die Sommernacht steigen - getreu ihres Abschlussball-Mottos "A night of Stars". Denn "Stars" waren sie an diesem Abend alle.

Beim anschließenden Stehempfang wurde der schulische Erfolg noch kräftig gefeiert.