Osterburken

Gemeinderat Osterburken tagte Fußweg zwischen der Straße „Am Bild“ und der Rinschbachstraße in Bofsheim soll umgebaut werden

Alte Treppe soll schon bald Vergangenheit sein

Osterburken.Als „ältere Geschichte“ bezeichnete Bürgermeister Jürgen Galm bei der jüngsten Sitzung des Osterburkener Gemeinderats den Umbau des Fußweges zwischen der Straße „Am Bild“ und der Rinschbachstraße in Bofsheim, denn: Dieser wurde bereits 2011 vom Ortschaftsrat beantragt.

„Die Notwendigkeit ist nach wie vor die gleiche“, so Galm, und das nicht ohne Grund, wie auch Ortsvorsteher Werner Geiger am Montagabend betonte: „Zum Schluss ist der Weg zum Sanierungsfall geworden.“

Rampe „zu steil“

Bauamtsleiter Matthias Steinmacher fasste noch einmal zusammen: Die alte Treppenanlage (Breite: 1,56 Meter) weist keine Kinderwagenspur beziehungsweise keinen behindertengerechten Verlauf auf. Durch die Neubauten links und rechts der Treppenanlage ist eine wie seither praktizierte Umfahrung nicht mehr möglich.

Zunächst geplant – und auch im Haushalt 2012 veranschlagt – war die Errichtung einer Rampe (Asphaltbelag) durch den Bauhof. Bei der Detailplanung wurde aber festgestellt, dass eine Rampe auf dem Urgelände zu steil wird.

„Bei einer flacheren, behindertenfreundlichen Version müssten beidseits größere Stützmauern zu den bereits angelegten Bauplätzen errichtet werden“, so Steinmacher, und weiter: Nach Rücksprache mit dem Ortschaftsrat wurde eine Zwischenlösung geplant und weiter verfolgt.

Diese Planung sieht eine Treppenanlage im oberen Bereich auf einer Länge von etwa 15 Metern mit maximal zwei Steigungen pro Tritt und Zwischenpodesten mit maximal drei Prozent Gefälle vor. Die Treppenstufen sollen mit einer Kinderwagenspur (Keilstufen) ausgeführt werden. Im Anschluss sollen noch zwei Rampen mit Zwischenpodest abgeschlossen werden.

„Behindertenfreundlich“

„Durch diese Ausführung kann eine behindertenfreundliche Lösung geschaffen werden“, so der Bauamtsleiter, der erklärte, dass man „die kleine Treppenanlage“ sowohl mit Kinderwagen als auch Rollator „hochkommen“ werde.

Eine Kostensteigerung gegenüber dem ursprünglichen Haushaltsansatz um etwa 8000 Euro sei zum einen durch die aufwendigere Treppenanlage mit Stufen, Podesten und Geländern aber auch wegen der allgemeinen Baupreissteigerung zu erwarten.

Das Gremium folgte am Montagabend dem Vorschlag der Verwaltung, die Arbeiten beschränkt auszuschreiben, beauftragte diese zur Durchführung des Vergabeverfahrens und stimmte der überplanmäßigen Ausgabe zu.