Osterburken

Gewerbeverein Osterburken Rück- und Ausblick in der Jahreshauptversammlung / Ziel ist es, die Innenstadt zu beleben

An der Gestaltung der Römerstadt mitwirken

Archivartikel

Osterburken.Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Gewerbevereins Osterburken stand neben den Berichten auch die Vorstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzeptes des Vereins für die Römerstadt.

Vorsitzender Erwin Knörzer-Ehrenfried, der sich dieses Amt mit Gunter Hofmann teilt, eröffnete die Versammlung mit Grußworten. Dann erklärte er, dass der Gewerbeverein seit gut einem halben Jahr von einer Doppelspitze geleitet wird.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 9. März wurde der Vorstand neu besetzt, da sowohl Ulla Häfner als auch Bernhard Schieß ihre Vorstandsämter aufgegeben hatten. Beide stehen aber als Beisitzer weiterhin zur Verfügung.

Zu den Aktivitäten im abgelaufenen Vereinsjahr zählten Nikolausaktion, Beteiligung am Weihnachtsmarkt mit Verlosung der Glücksscheine, das Brückenfest und der Kilianimarkt mit jeweils verkaufsoffenen Sonntagen. Der Vorsitzende erwähnte zudem das erste Friedrichstraßenfest. Trotz schlechten Wetters war die Veranstaltung gut besucht. Der „Borkemer Herbst“ wurde mit einem neuen Musikkonzept veranstaltet.

In unzähligen Arbeitssitzungen wurden nicht nur Feste geplant, sondern auch Gedanken durchgespielt, wie man die Innenstadt neu gestalten und weiterentwickeln könnte. Dass dies laut Knörzer-Ehrenfried nicht ohne die Unterstützung der Stadtverwaltung, des Gemeinderats und der Bürger möglich ist, stehe außer Frage.

Ein Antrag des Gewerbevereins wurde in der Sitzung des Gemeinderates am 15. Mai gestellt. Das Anliegen: Die Erstellung und Umsetzung eines städtebauliches Entwicklungskonzepts. Zur Vorstellung des beauftragten Büros in einer nicht öffentlichen Sitzung des Gemeinderates im Herbst war auch der Vorstand des Gewerbevereins eingeladen.

Ziel des Gewerbevereins ist es, die Innenstadt für Bewohner und Gäste zum Erlebnis zu machen. Drei Säulen der Innenstadt-Belebung stellte der Vorsitzende vor: Ein Kinder und Erlebnisspielplatz im Bereich Stadtgarten/Mühle, ausgerichtet auf das Element Wasser; die Reaktivierung des Wasserrades sowie eventuell ein Kneippbecken.

Um die Innenstadt zu beleben, denkt der Verein an die Schaffung von bezahlbarem Lebensraum, an die Erstellung von attraktiven Wohn- und Geschäftsräumen, Mehrgenerationenhäuser, ein Verkehrskonzept in der Innenstadt sowie Bürgerprojekte (Stichwort: Bahnhof). Zudem ist an die Einrichtung eines Bürger- und Mehrgenerationentreffs mit Cafe gedacht. Zur Umsetzung sei auch ein städtebauliches Entwicklungskonzept erforderlich. Die Einrichtung eines Marketingkreises solle ebenso erfolgen wie moderierte Veranstaltungen zur Gründung eines Bürger- und Mehrgenerationentreffs.

Im Namen des Gewerbevereins bedankte sich der Vorsitzende bei der Verwaltung der Stadt sowie dem Gemeinderat, dass dieses Anliegen ernst genommen wird. Für die Osterburkener bestehe die einmalige Chance, bei der Gestaltung ihres Wohnortes und dem sozialen Miteinander mitzuwirken.

Den Kassenprüfungsbericht erstattete Gunter Hofmann. Susanne Süssenbach, die mit Gerda Nenninger die Kasse geprüft hatte, bescheinigte dem Kassierer eine einwandfreie Kassenführung.

Bürgermeister Jürgen Galm lobte die Aktivitäten des Gewerbevereins, der eine Bereicherung für die Römerstadt darstelle. Er ging auch kurz auf die Vorstellung des Gewerbevereins in Sachen „städtebauliches Entwicklungskonzept“ ein und beschrieb die möglichen Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

Nach der Vorstellung der angedachten Aktionen durch Bernhard Schieß erkundigte sich der Bürgermeister bei den Mitgliedern des Gewerbevereins über den von ihnen gewonnenen ersten Eindruck nach der Vorstellung der beiden Planungsbüros.

In der Diskussion nach der Beendigung der Versammlung kam man schließlich zur Erkenntnis, noch ein weiteres Büro zu diesem wichtigen Thema anzuhören. Bauliche Maßnahmen, wie im Antrag formuliert, sollten aber im Vordergrund stehen. Nach gut einer Stunde beendete Knörzer-Ehrenfried die harmonische Versammlung. F