Osterburken

Internationales Jugendprogramm Berliner Konferenz zum 25-jährigen Bestehen / Realschule Osterburken erhält Anbieterpreis 2018 / Neun Workshops

Bauländer stellten das größte Kontingent bei Jubiläumsfeier

Berlin/osterburken.Anlässlich seines 25. Geburtstags am 1. Juni hatte der Trägerverein des Duke of Edinburgh’s International Award in Deutschland („Internationales Jugendprogramm“) zu einer dreitägigen Arbeitstagung unter dem Motto „Zukunft in Europa mit Kreativität gestalten“ nach Berlin eingeladen.

Drei Leitthemen

Geboten waren neun Workshops zu den drei Leitthemen „EU-Umfeld unserer Arbeit“ (Datenschutz-Grundverordnung, EFQM-Exzellenzmodell, EU-Jugendstrategie 2019-27), „Innovation“ (Alumni als Leiter auf der Goldstufe, Lego Serious Play als Methode für Strategieentwicklung und Problemlösung, Schülermentoren als Helfer, unabhängige Teilnehmer, wikibasiertes Wissensmanagement) und „Arbeit mit benachteiligten jungen Menschen“ sowie vor allem im Rahmen des Berliner Vereinsprojekts „Starke Teens“, für das seit August schon fast ein Dutzend Schulen gewonnen werden konnte.

„Wir können die gewaltigen Herausforderungen nur als lernende Organisation bewältigen und dafür möchten wir mit der Konferenz Impulse setzen“, so der Initiator und Leiter der Maßnahme, Klaus Vogel (Osterburken) bei der Begrüßung.

Der langjährige Vorsitzende des Trägervereins stelle eingangs auch das druckfrische Jahrbuch 2018 und dessen Beschreibungen der Mentoring-Initiative und „Starke Teens“ vor. Input erfolgte nicht nur durch das siebenköpfige Team des Trägervereins und durch Vertreter der beteiligten Länder (insbesondere der tschechischen Nachbarn), sondern auch von externer Seite.

„Lego Serious Play“ vorgestellt

So wurde die neue EU-Jugendstrategie durch Sandra Hildebrandt von der Berliner Senatsverwaltung vorgestellt. Désirée Bösemüller von der „denkmodell GmbH“ gestaltete einen zweistündigen praktischen Workshop zum Einsatz von „Lego Serious Play“.

49 Delegierte aus neun Ländern

Vogel zeigte sich erfreut darüber, dass der Einladung 49 Delegierte aus Bulgarien, Finnland, Gibraltar, Litauen, Niederlande, Rumänien, Slowenien, Tschechien und Deutschland gefolgt waren und begrüßte besonders Regionaldirektorin Melissa Stoakes aus der Londoner Zentrale. Das Gastgeberland vertraten Programmanbieter aus Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Das größte Kontingent stellte Osterburken mit sechs Mitwirkenden.

Der kleine Festakt zum Jubiläum fand im Rahmen des Abendessens am Samstag im „International Club of Berlin“ statt. Ausgehend vom Reformpädagogen und „DofE-Erfinder“ Kurt Hahn würdigte der Generalsekretär der International Award Foundation, John May, den Beitrag Deutschlands zum weltweiten Programm in einer Videobotschaft.

Launiger Rückblick

Die Vorsitzende der finnischen Organisation, Maija-Sisko Kauppila, ließ die Vergangenheit anhand eines launigen Rückblicks aus Sicht der 21-jährigen deutsch-finnischen Zusammenarbeit Revue passieren.

Vogel überreichte Rektor Tobias Majer von der Realschule Osterburken den Anbieterpreis 2018 für 25 Jahre Programmarbeit sowie der Ernst-Schering-Schule Berlin, der Internationalen Schule Bremen, der Schule Schloss Salem und St. George’s School Duisburg lobende Anerkennungen für die gute Praxis.

Tony Barnes (Heiligkreuzsteinach) wurde für seine Pionierarbeit in den Gründungsjahren des deutschen Programms (unter anderem ein Abenteuer- und Hilfsprojekt im Himalaya) zum Ehrenmitglied des Trägervereins ernannt.