Osterburken

„Tour de Ländle“ MdL Andreas Stoch informierte sich vor Ort über den Wahlkreis von MdL Georg Nelius

Bei der Rückfahrt Wünsche im Gepäck

Der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Nelius hieß am Montag seinen Fraktionsvorsitzenden und ehemaligen Kultusminister Andreas Stoch, MdL, im Neckar-Odenwald-Kreis willkommen.

Neckar-Odenwald-Kreis. Den Auftakt der „Tour de Ländle“ bildete ein Besuch in der DHBW in Mosbach. Anschließend standen die Stärken und aktuellen Entwicklungen des Kreises beim Dialog mit Landrat Dr. Achim Brötel und Oberbürgermeister Michael Jann im Landratsamt in Mosbach im Mittelpunkt. Nach einem Abstecher zum Kurgestüt Hoher Odenwald, der „Stutenmilch-Farm“, bildete ein Besuch der Firma AZO in Osterburken, Weltmarktführer im Bereich der Automatisierung von Rohstoffen und Prozessen, den Schlusspunkt der Tour.

Geschäftsführender Gesellschafter Rainer Zimmermann begrüßte neben Andreas Stoch MdL Georg Nelius, Bürgermeister Jürgen Galm, als Vertreter der Firma AZO Sabine Zimmermann (Internes Kommunikationsmanagement), Dieter Herzig (Geschäftsführer AZO Controls), Martin Brümmer (Bereichsleiter Finanzen/Verwaltung) sowie Heide Lochmann, Vorsitzende der SPD- Kreistagsfraktion, und Michael Deuser, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bauland.

Im Innovationscenter gab er einen ersten kurzen Einblick in das Produktportfolio von AZO und dessen Geschäftsbereiche. Ein Betriebsrundgang führte durch den Großbehälterbau, das Montagezentrum sowie in den Versuchsraum und das Schüttgutlabor, wo Rainer Zimmermann MdL Stoch über das automatisierte Handling der Schüttgüter informierte.

Anschließend stellte der Firmenchef in einer Präsentation den weltweit agierenden Anlagenbauer vor. 1949 wurde das Familienunternehmen gegründet, das derzeit an acht Standorten weltweit 1038 Mitarbeiter beschäftigt und einen Umsatz von 180 Millionen Euro erwirtschaftet.

MdL Stoch betonte, dass der Erfolg eines Unternehmens maßgeblich zum einen durch das am Markt angebotene Produkt und zum anderen durch gut ausgebildete Mitarbeiter bestimmt wird. Ein wichtiges Thema sei auch die Weiterbildung der Mitarbeiter in Zeiten der Automatisierung und Digitalisierung und die Fähigkeit, den Übergang in dieses „neue“ Zeitalter so angstfrei wie möglich zu gestalten.

Laut Zimmermann seien die nahe Autobahnanbindung sowie die Bahnverbindung in Richtung Heilbronn, Heidelberg und Würzburg für AZO und die Mitarbeiter von Vorteil. Zudem halte die Stadt alle Schularten am Standort Osterburken vor.

Insgesamt gesehen habe der Neckar-Odenwald-Kreis dennoch Bedarf an weiten Infrastrukturmaßnahmen, die auch von großer Bedeutung für die ansässigen Betriebe seien.

Dazu gehören auch weitere wichtige Aspekte wie Erschließung von Baugebieten, ärztliche Versorgung sowie Einkaufsmöglichkeiten und Bezahlbarkeit von Wohnungen. Diese „Bausteine“ sollte auch die Politik ernst nehmen.

Die Rahmenbedingungen müssten einfach stimmen, um die Jugend auf dem Lande zu halten und Arbeitnehmer aus „urbanisierten Bereichen“ zu gewinnen.

Zudem sei für Unternehmen eine schnelle Internetanbindung notwendig, ebenso eine sichere Energieversorgung, was im Unternehmen AZO als ein gewisses Risiko angesehen werde.

Ein weiteres wichtiges Thema in der Diskussion war auch die Aus- und Weiterbildung. AZO bildet derzeit 65 Auszubildende in verschiedenen Berufen aus. Bereichsleiter Martin Brümmer betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit und große Bedeutung der Dualen Hochschule in Mosbach für die Betriebe in der Region.

Eine große Herausforderung für die Politik sei es auch, wie Rainer Zimmermann sagte, die Menschen für die Digitalisierung reif zu machen. Bürgermeister Galm bat den Politiker, den ländlichen Raum nicht zu vernachlässigen, ihn zu unterstützen und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, dass auch eine Arbeit auf dem Lande möglich und attraktiv sei.

Beeindruckt von der „visuellen“ Vorführung mittels Virtual-Reality- Brille durch das Innenleben einer AZO-Anlage bezeichnete der Fraktionsvorsitzende den Besuch als sehr informativ.

Die Anregungen und Wünsche, die der ländliche Raum und seine Firmen hätten, werde er gerne mit nach Stuttgart nehmen und dort zusammen mit dem Wahlkreisabgeordneten Georg Nelius in seine politische Arbeit einfließen lassen. F