Osterburken

An der Jugendvollzugsanstalt SPD setzt sich für Fortführung des Resozialisierungsprojekts ein / Sascha Binder und Georg Nelius:

"Das Projekt hat große Erfolge zu verzeichnen"

Adelsheim.Die SPD setzt sich für Fortführung des Resozialisierungsprojekts "ReSo" in Adelsheim ein. "Das Projekt hat große Erfolge zu verzeichnen. Deshalb sollte es unbedingt fortgesetzt werden", sind sich Sascha Binder und Georg Nelius einig.

Seit 2006 am Laufen

Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten haben sich für die Fortführung des in der Justizvollzugsanstalt Adelsheim bestehenden Projekts "ReSo", einer Resozialisierungsinitiative für junge Gefangene, ausgesprochen. "Das schon seit 2006 in Adelsheim betriebene und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderte Resozialisierungsprojekt kann ermutigende Erfolge vorweisen. Es sollte unbedingt weitergeführt werden", erklärte Nelius.

Anlässlich der Stellungnahme der Landesregierung zu einer Parlamentsinitiative des Rechtspolitischen Sprechers der SPD-Landtagsfraktion, Sascha Binder, betonten beide Abgeordneten die große Bedeutung dieses Projekts, das die schulische, berufliche und ausbildungsbegleitende Integration junger Gefangener zum Gegenstand hat. Insbesondere wird angestrebt, die Entlassungsvorbereitung der Justizvollzugsanstalt, die Bewährungsauflagen der Gerichte und die Beratungsleistungen der Bundesagentur für Arbeit eng zu verknüpfen.

Ziel des Projekts ist es, die jungen Gefangenen zu stabilisieren und zu qualifizieren und dadurch ihre Chancen für einen beruflichen Neuanfang nach der Haftentlassung zu erhöhen. Im Rahmen der Entlassungsvorbereitung konnten bisher etwa die Hälfte aller jungen Gefangenen der Justizvollzugsanstalt Adelsheim im Rahmen der Entlassungsvorbereitung betreut werden.

Durchschnittlich beteiligten sich in den vergangenen drei Jahren 250 Gefangene an dem Projekt, von denen insgesamt 239 in Arbeit, Schule oder Ausbildung vermittelt werden konnten. Diese hohe Vermittlungsquote wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass das Projekt auch wegen der privaten Trägerschaft auf große Akzeptanz stößt. Das Projekt "ReSo" in Adelsheim hat einen jährlichen Mittelbedarf von rund 520 000 Euro, wovon der Europäische Sozialfonds (ESF) rund 260 000 Euro trägt. Die übrigen Mittel werden von der Justizvollzugsanstalt Adelsheim kofinanziert. "Bei der Vermittlungsquote des Projekts handelt es sich um einen ganz hervorragenden Wert. Allein dies rechtfertigt eine Fortsetzung und die Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen sollten hier ein klares Zeichen setzen", so die Abgeordneten Binder und Nelius.