Osterburken

Obst- und Gartenbauverein Osterburken Bei einer Ausstellung in der Baulandhalle gab es neben mehr als 70 Apfelsorten auch zahlreiche Birnenarten zu bestaunen

„Dieses Obst kann man mit gutem Gewissen essen“

Osterburken.Viele interessierte Besucher sind zur Ausstellung des Obst- und Gartenbauvereins Osterburken in die Baulandhalle gekommen – und waren von der Vielfalt der fast 100 im Foyer ausgestellten Apfel- und Birnensorten fasziniert.

Der Vorsitzende des aktiven Bauländer Vereins, Freddy Bloos, begrüßte zur zweiten Ausstellung dieser Art als Gäste unter anderem den Minister für den ländlichen Raum, Peter Hauk, sowie Bürgermeister Jürgen Galm.

Bloos betonte, dass der Verein bereits anlässlich seines Jubiläums vor drei Jahren eine solche Ausstellung, jedoch in wesentlich kleinerer Form, veranstaltet hat. Bei der diesjährigen Ausstellung gebe es über 70 Apfel- und 20 Birnensorten zu bestaunen.

Bloos’ Dank galt neben Ehrenmitglied Rudi Schmitt, der eine große Anzahl des Obstes aus eigenem Anbau beigesteuert hatte, auch Minister Peter Hauk und Bürgermeister Galm, die mit ihrem Besuch ihr Interesse an der Arbeit des Vereins bekundeten. Die Ausstellung wurde von den Imkern des Baulandes und des Landesschulzentrums mit Christian Puschner bereichert.

Minister Peter Hauk bezeichnete die Obstausstellung als „eine tolle Sache“. Sie zeige die Artenvielfalt der heimischen Streuobstwiesen, welche es zu erhalten gelte. „Dieses Obst kann man mit gutem Gewissen essen.“ Sein Dank galt den Gemeinden, die sich für den Erhalt der heimischen Streuobstwiesen einsetzen, wie auch dem Vorstand und den Mitgliedern des Vereins für ihr besonderes Engagement, eine solche Ausstellung zu organisieren.

Bürgermeister Galm erklärte, dass ihm einige der 80 verschiedenen Apfelsorten noch aus der Jugendzeit vertraut seien. Es freue ihn besonders, dass der Obst- und Gartenbauverein bei der Neugestaltung des alten Friedhofes an der Galgensteige die Patenschaft für eine kleine Streuobstwiese, die dort angelegt werden soll, übernehmen wird.

Wie Vorsitzender Bloos erklärte, habe in diesem Jahr die lange Trockenheit dem Obst erhebliche Probleme bereitet, „denn es war noch nicht reif, als es vom Baum fiel“. Hinzu käme, dass die Äpfel nicht so lange haltbar sein würden wie in den Vorjahren.

Auf den herrlich dekorierten Ausstellungstischen waren viele „alte“ Sorten zu sehen – wie der Traubenapfel, die Mispel, die Renette oder auch der Pinoa, der Rheinische Krummstiel und die Mehlrose.

Bei den Birnen gab es die Alexander Lukas, die Williams Christ, die Schweizer Wasserbirne oder auch die Gräfin von Paris zu sehen.

Zum Veranschaulichen hatte ein Vereinsmitglied 17 verschiedene Apfelsorten von einem Obstbauer aus Südtirol mitgebracht. Der Unterschied zum heimischen Obst war deutlich. Im Bauland gibt es den „Bio“-Apfel. Die Südtiroler Äpfel waren chemisch behandelt. „Dementsprechend sehen sie dann auch so schön aus“, sagte Bloos.

Auch der Riesenapfel „Manga Super“, der immer wieder als größter Apfel der Welt bezeichnet wird, war zu bestaunen. Er wird normalerweise über zwei Kilo schwer.

Die Imker aus dem Bauland, mit denen der Verein schon lange kooperiert, informierten die Besucher über ihre Arbeit und boten selbst gemachten Honig an. Vorsitzender Bloos bedankte sich schließlich bei allen Helfern für die Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der Ausstellung. F