Osterburken

Schüler aus Hondschoote zu Gast 40 Schüler des Collège Lamartine zu Gast in Osterburken / Besichtigung des Römermuseums

Ein begeistertes „Merci“ zum Abschied

Archivartikel

Ein lange geplantes Projekt der Städtepartnerschaft zwischen dem französischen Hondschoote und Osterburken wurde Wirklichkeit: 40 Schüler des Collège Lamartine besuchten die Realschule.

Osterburken. Nach der Anreise am Montag wurden die Schüler durch eine kleine Delegation des Städte-Partnerschaftsvereins in der Jugendherberge in Walldürn begrüßt. Am Dienstag stand ein gemeinsamer Schultag in der RSO an: Klaus Müller und Janet Sanns von der Fachschaft Französisch hatten ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.

Teamspiele in diversen Fächern

Die Schüler konnten in gemischten Gruppen abwechselnd Teamspiele im Fach Sport, Bodypercussion im Fach Musik und kooperative Spiele in der Aula der RSO durchführen. Alle Aktivitäten waren darauf ausgerichtet, dass deutsche und französische Schüler zusammenarbeiten und kommunizieren mussten.

Der Städtepartnerschaftsverein lud in der Mittagspause die französischen Gäste zum Essen in der GTO-Mensa ein.

Anschließend traf man sich wieder zusammen mit den deutschen Schülern, die zurzeit in der Klassenstufe 6 Französisch lernen, am Rathaus.

Bürgermeister Galm begrüßte die deutschen und französischen Schüler bei strahlendem Sonnenschein und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass so viele junge Menschen heute auf dem Marktplatz zusammengekommen sind und dass dieser Schüleraustausch in für Europa schwierigen Zeiten zustande gekommen sei.

Galm erinnerte auch an die seit 40 Jahren bestehende beiderseitige Partnerschaft zwischen Osterburken und Hondschoote, die in diesem Jahr im Oktober ihren Geburtstag feiert. Es sei auch wichtig, so der Bürgermeister, dass eine solche Part-nerschaft von der Jugend lebt. Er würde sich freuen, wenn auf diese Begegnung weitere folgen würden. Sein Dank galt den Verantwortlichen der beiden Schulen, dass sie den Besuch ermöglichten. Der Bürgermeister wünschte dem Aufenthalt einen guten Verlauf und lud anschließend noch zu einem Getränk auf dem Rathausvorplatz ein. Auch Rektor Majer von der Realschule freute sich über das Zustandekommen des Projektes und schloss sich den guten Wünschen an.

Nach einer kurzen Verschnaufpause konnten die französischen Gäste unterstützt durch die deutschen Sechstklässler einen Spaziergang durch Osterburken absolvieren, bei dem sie markante Punkte in der Innenstadt anhand einer Bilderrallye finden und Fragen beantworten mussten.

Diese Rallye endete am Place d´Hondschoote im Stadtgarten bei der Kilians-Kapelle. Im Schatten der Bäume konnten die Schüler mit ihren Lehrerinnen Johanna Despax, Catherine Vanhaecke, Julien Warnier und Elodie Deveycx die Kontakte zu den deutschen Sechstklässlern intensivieren, bevor sie wieder in die Jugendherberge nach Walldürn zurückkehrten.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen des römischen Osterburken. Die Klassen 6 a, 6 b und 6 c der Realschule erhielten zunächst eine Führung durch das Römermuseum, bevor um 9.30 Uhr die französischen Gäste aus Walldürn eintrafen. Man bildete mit 107 Schülern vier gemischte Gruppen, die Projekte absolvierten: Abwechselnd konnten diese Gruppen mit ihren Übersetzern Bernhard Six, Susanne Winckel, Irmgard Hesselbach und Johanna Despax erfahren, wie römische Soldaten und römische Bürger gekleidet waren. Bei einem Spaziergang zum Kastell erfuhren sie, wie das römische Osterburken vermutlich ausgesehen haben könnte und waren begeistert vom Blick in die Vergangenheit anhand der Archeoskope auf dem Gelände des Römerkastells. Nach der Verabschiedung der Realschüler erhielten die französischen Schüler eine Führung durch das Museum in französischer Sprache und besuchten abschließend noch den Wachtturm am Förstlein im Limespark. Die Organisatorin Johanna Despax war sehr zufrieden mit dem Verlauf des Römertages und die französischen Schüler riefen ihren deutschen Betreuern vom Städtepartnerschaftsverein zum Abschied ein lautes „Merci“ zu. F