Osterburken

Besonderes Chorkonzert „Osterburken singt“ lockte zahlreiche Musikfreunde / Stelldichein der Chöre der Stadt

Ein nicht alltäglicher „Leckerbissen“

Osterburken.Zahlreiche Musikfreunde erlebten am Freitagabend mit dem zweiten Chorkonzert unter dem Motto „Osterburken singt“ einen nicht alltäglichen musikalischen Leckerbissen.

Die Chorgemeinschaft „Frohsinn“ 1861 hatte unter ihrem Vorsitzenden Hubert Heffele erneut zum musikalischen Stelldichein der Chöre der Stadt geladen, einem Stelldichein, das sich wahrlich hören lassen konnte.

Unterhaltsamer Abend

Nach „Wo man singt, da ist Vergnügen“ stimmte Hubert Heffele die 200 Gäste auf einen unterhaltsamen Abend ein. Erfreut zeigte er sich über die große Anziehungskraft der Chormusik quer durch alle gesellschaftlichen Schichten und Generationen. „Wir bringen Musik“ rundete den Prolog ab.

„Nein – oh Nein“ und „Hühner an die Macht“ des Chors „Cantabile“ der Musikschule Bauland, zwei erfrischende Beiträge eines jungen Gesangstrios mit Soloeinlagen, jagten garantiert jedes Huhn auf den Zaun und ernteten einen lang anhaltenden tosenden Beifall.

Der Kinderchor der Gemeinschaftsschule am Limes folgte mit „Singing all together“ und „Durch dick und dünn“.

Mit dem katholischen Kirchenchor waren dann die Erwachsenen am Zug. „Schmückt das Fest mit Maien“ und „Geh aus mein Herz und suche Freund“ bildeten einen nicht uninteressanten Kontrast zum Programm der jungen Teilnehmer.

Im Anschluss betrat die Chorvereinigung Eintracht Bofsheim mit ihren besinnlichen Beiträgen, dem Kanon „Tiritomba“ und „Weit weit weg“ erstmals an diesem Abend die Bühne.

Das Sextett des Kammerchors der Musikschule Bauland überzeugte mit „Abendlied“ und „Swinging Anna Magdalena“ und erntete prasselnden Beifall.

Der Mädchenchor des Ganztagsgymnasium Osterburken stampfte „Rooftop“ rhythmisch in den Boden der Baulandhalle und rührte mit „We are the world“ das Publikum, welches die Beiträge zurecht mit viel Applaus honorierte.

Bürgermeister Jürgen Galm gratulierte in seinem Grußwort den Initiatoren des Chorabends und verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass auf diesem Wege viele junge und jung gebliebene Menschen ihren Weg zur Gesangsmusik finden.

Die Präsidentin des Bundes der Sänger Badisch-Franken, Waltraud Herold, ließ es sich trotz des Unwetters nicht nehmen, bereits zum zweiten Mal nach Osterburken zu kommen, um dem Musikfest beizuwohnen und sich an den Beiträgen zu erfreuen.

Den zweiten Teil eröffnete die Eintracht Bofsheim mit „Schenke ein Lächeln“ und dem besinnlichen „Freunde sterben nie“.

Die Musikschule Bauland eröffnete ihren zweiten Teil mit „Perfect“, vorgetragen von einem klangstarken Duo. Direkt im Anschluss erzeugte das Solo „the Star“ eine klangstarke Gänsehaut.

Jung und Alt am Start

Mit dem „Gospelexpress“, vorgetragen von einem Sextett mit Soloeinlagen, verabschiedete sich die Musikschule dann vom Publikum. Die ganz kleinen Sängerinnen brachten „ihren Express“ resolut in den Bahnhof und ließen sich dabei von den größeren „Klanglokomotiven“ nicht vom Gleis drängen.

Der evangelische Kirchenchor Osterburken präsentierte drei schwungvolle Lieder, die in Soulmessen gespielt werden und beim Publikum sichtbaren Anklang fanden. Der Chor des Ganztagsgymnasium Osterburken vollendete mit „Let your Soul be your Pilot“ und „Happy Ending“ seinen Auftritt. Ersteres wurde von Duetten mit Chorbegleitung getragen, das zweite im Kanon präsentiert.

Der Katholische Kirchenchor Osterburken betrat im Anschluss die Bühne und präsentierte „Das Lied der Freude“ und Mozarts „Abendruhe“ und stimmte das Publikum damit auf das nahende Ende des Chorgesangs an.

Klavierwalzer als Überraschung

Dann folgte die instrumentale Überraschung, ein Klavierwalzer von Michael Klinkert. Die Chorgemeinschaft Frohsinn beschloss die Veranstaltung mit ihrem „Musik liegt in der Luft“ und dem Finale „Ich war noch niemals in New York“.

Als Fazit kann man festhalten, dass es einen besseren Beweis, dass die Musik die Generationen verbindet, kaum geben kann. So kann der Sommer kommen. cg