Osterburken

Am Ganztagsgymnasium Sommerkonzert in der Aula / Heiße Rhythmen präsentiert / Lang anhaltender Applaus für die Musiker

Ein Programm, das sich hören lassen konnte

Archivartikel

Osterburken.Am Ganztagsgymnasium Osterburken ging es am Mittwoch ab 19 Uhr nicht nur temperaturbedingt heiß her. Auch die vorsommerlichen Verhältnisse hielten zahlreiche Musikfreunde nicht davon ab, zum diesjährigen Sommerkonzert in die Aula des GTO zu strömen. Sie kamen in einem nahezu vollen Haus voll auf ihre Kosten.

Die Fachschaft Musik hatte zusammen mit zahlreichen jungen Talenten aus allen Klassen aus mehreren Sprachen, diversen Instrumenten und ebenso vielen Musikrichtungen ein Programm zusammengestellt, das sich wahrlich hören lassen konnte. Ein im besten Sinne des Wortes heißer Abend lag also vor den Zuhörern.

Geschmack getroffen

Juliane Oehrl eröffnete mit ihrer „Piccola Banda“ mit beschwingten und besinnlichen Interpretationen von „Seven Nation Army“ und „Let it go“ den Abend. Schon diese ersten Beiträge brachten das Publikum ordentlich auf Temperatur und sorgten für sichtbare und lang anhaltende Zeichen der Zufriedenheit.

Im Anschluss begrüßte Schulleiterin Regina Krudewig-Bartel die Gäste. Schwungvoll ging es mit der „Kiddies Band“ unter der Leitung von Patrick Penndorf weiter. Die musikalischen Leckerbissen „Oye Como Va“ von Tito Puente heizten ebenso wie Andy Clarks „Discover the Blues“ und Steve Winwoods „Gimme’ Some Lovin’“ dem Publikum weiterhin so richtig ein. Gekrönt wurden die Darbietungen von einem Gesangsbeitrag von Emilia Köpfle. Ein prasselnder Beifall bestätigte, dass Penndorfs „Kiddies Band“ den Geschmack ihrer Zuhörer genau getroffen hatte.

Als nächstes stand Patrick Penndorfs Gitarren-AG mit einem kurzen Zwischenspiel auf dem Plan. Und dabei sorgte Samu Habers „Hollywood Hills Gitarren-AG“ für eine ganz besondere Stimmung.

Getragen davon, entführte der Mittelstufenchor unter der Leitung von Georg Fischer das Plenum in (s)eine eigene Welt. Der Evergreen „Wind of Change“ ging sichtbar unter die Haut. Einstudiert hatte das Lied mit den Schülern auch Franziska Penndorf. Mit Wincent Weiss‘ „Musik sein“, begleitet von Georg Fischer, wurde es wieder deutlich besinnlicher. Gleiches galt für „O happy day“ von Edwin Hawkins. Auch diese Darbietung wurde mit lang anhaltendem, prasselndem Applaus bedacht.

Die Temperaturen kühlten draußen vielleicht allmählich ab, aber am GTO blieb man auf nun erst recht auf (tropischer) Temperaturlage. Das Blasorchester unter der Führung von Juliane Oehrl entführte mit Terry Gilkysons „The Bare Necessities“ die Zuhörer zu Balu in den Dschungel. Vom Dschungel weg wurde es im Anschluss ein wenig „gespenstisch“. Ray Parker Juniors‘ „Ghostbusters“ erzeugte bei so manchem eine wohlige Gänsehaut.

Zeitlose Klassiker

Nahtlos daran und nicht minder inspirierend, schloss sich ein zeitloser Klassiker an: Mit „The Music of James Bond“ folgte ein Potpourri alter 007-Songs. Und wer sich erneut schaurig-schön „gruseln“ wollte, wurde nicht enttäuscht. Jack Sparrows „Pirates of the Caribbean“ kaperten das Konzert und passten dabei gut zum tropischen Flair.

Nach einer kurzen Pause ging es im gleichen Stil weiter. Und dabei wurde es kurz historisch. Die Klezmer-Gruppe unter der Leitung von Juliane Oehrl nahm die Zuhörer mit Shalom Secundas „Bei mir bist du scheen“, eine Mischung aus Englisch und Jiddisch, mit zurück in eine alte Zeit.

Ein Leckerbissen

Ein weiterer Leckerbissen war das im Anschluss präsentierte „Tsen Brider“, ein von Gernot Ludwig arrangiertes Lied. Es schloss – gesangsstark von Manuel Hettinger vorgetragen – dieses Zwischenspiel.

Zuletzt aber war die GTO-Bigband unter der Leitung von Patrick Penndorf an der Reihe. Michael Bublés „Everything“, fast rauchig und durchdringend gesungen von Jara Zimmermann, begeisterte das Auditorium ebenso wie Bronislav Kapers „On Green Dolphin Street“. Mack Gordons und Harry Warrens „The More I See You“ und Alfred James Ellis „The Chicken“ schlossen ein hervorragendes Sommerkonzert.

Saal zum Kochen gebracht

Die Musiker haben an diesem Abend den Saal so richtig zum Kochen gebracht und erneut den Beweis dafür geliefert, welche Ergebnisse das musikalische Engagement junger Musiker und Sänger zeitigen kann. Die Musiker haben mit waschechter Professionalität brilliert.

Das Publikum dokumentierte durch seinen lang anhaltenden Abschlussapplaus, dass es das genauso sah. Begeistert zeigte sich Krudewig-Bartel, die allen Beteiligten für ihr großes Engagement dankte und die scheidenden Ensemblemitglieder verabschiedete.

Auf das nächste Sommerkonzert darf man sich schon heute sehr freuen. cg