Osterburken

Ortschaftsrat tagte Initiativen für die Verkehrssicherheit im letzten Jahr auf den Weg gebracht / Gemeindehaus abgerissen

Erfreuliche Situation herrscht im Kindergarten Bofsheim

Archivartikel

Bofsheim.Im voll besetzten Bürgersaal fand die Jahresabschlusssitzung des Bofsheimer Ortschaftsrates statt. In deren Mittelpunkt stand der Jahresrückblick und ein Bildervortrag von Ortsvorsteher Werner Geiger.

Rückblick des Ortsvorsteher

Nach der Anerkennung der Niederschrift der letzten Ortschaftsratssitzung wurde die am 6. Januar anstehende Altenfeier besprochen. Im Jahr 2018 hat der Ortschaftsrat fünf Sitzungen durchgeführt, bei denen 33 Tagesordnungspunkte behandelt wurden, stellte der Ortsvorsteher zu Beginn seines Rückblicks fest. Die Sitzungen waren wieder durchweg gut besucht.

Gleich zu Beginn des Jahres befasste sich das Gremium mit den negativen Auswirkungen des nach wie vor sehr starken Ortsdurchgangsverkehres.

Die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und insbesondere für die Schulkinder, sowie nach Möglichkeit eine Verminderung der enormen Lärmbelästigung für die Anwohner standen dabei im Fokus der Beratungen. Nach entsprechenden Initiativen und Anträgen wurden zwischenzeitlich verschiedene Maßnahmen in die Wege geleitet.

So wurde nach einer Verkehrsschau in der Sindolsheimer Straße eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer während der Schulzeit angeordnet und ein zusätzlicher Spiegel an der Kreuzung zur Brückenstraße angebracht.

Ebenfalls wurde nach mehreren Ortsterminen und Zählungen entschieden, dass an der Bushaltestelle ein Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) eingerichtet wird. Einem wichtigen Anliegen der Eltern wird damit entsprochen.

Zur Geschwindigkeitsreduzierung sollen außerdem die zwei beantragten und zwischenzeitlich auch gelieferten Geschwindigkeitsanzeigegeräten beitragen.

Schachtabdeckungen saniert

Im Zusammenhang mit der Deckenerneuerung der Landesstraße Bofsheim-Eberstadt war die Ortsdurchfahrt Bofsheim für den überörtlichen Verkehr zeitweise gesperrt. Diese Zeit wurde genutzt und durch eine von der Gemeinde beauftragte Fachfirma eine Sanierung der beim Überfahren zusätzlichen Lärm verursachenden Schachtabdeckungen im Bereich der Ortsdurchfahrt durchgeführt.

Mit Zuschüssen in Höhe von 262 000 Euro aus dem kommunalen Sanierungsfonds des Landes können nun seit längerem anstehende energetische und sonstige Sanierungsmaßnahmen in der Astrid-Lindgren-Schule durchgeführt werden. Die Aufstellung eines konkreten Zeitplans für die Arbeiten, die überwiegend während der Ferien erfolgen müssen, steht noch aus.

Mit der Aufstellung von Sitzbänken und der Überdachung des Pavillons sowie dem Anbringen von weiteren Sitzmöglichkeiten konnte die Maßnahme „Neugestaltung des Stadtgartens“ in diesem Jahr endgültig abgeschlossen werden.

Zu Ende ging in diesem Jahr auch das HWS (Hochwasserschutz)-Flurbereinigungsverfahren. Im Beisein vieler Beteiligter wurde am 29. Juni zusammen mit dem örtlichen Vorstand der Teilnehmergemeinschaft (TG) eine kleine Abschlussfeier an der neuen Unterstellhütte durchgeführt. Rückblickend auf die neben den Flurneuordnungsmaßnahmen in enger gemeindlicher Abstimmung erfolgreich durchgeführten baulichen Maßnahmen wie Hochwasserrückhaltedamm, lokale Schutzmaßnahmen, Feldwegbrückenerneuerung, kombinierte Rad-Wirtschaftswege und vieles mehr gab es viel Lob und anerkennende Worte von den zahlreichen Grußwortrednern.

Ortsvorsteher Geiger bezeichnete das Verfahren mit den begleitenden Maßnahmen als einen Gewinn für Bofsheim.

Lange Vorgeschichte

Nach einer langen Vorgeschichte wurde vom Denkmalamt die Genehmigung für den im Rahmen der Dorfentwicklung vorgesehenen Abbruch des nicht mehr sanierungsfähigen „Gemeindehauses“ erteilt. Unmittelbar danach erfolgte die Ausschreibung und der Abbruch.

Vor wenigen Tagen wurden von der Firma Thomas Gramlich verschiedene Pflasterarbeiten auf dem Friedhofsgelände und die Entfernung der nicht mehr benötigten Abfallgrube durchgeführt.

In einem kurzen Ausblick auf das neue Jahr streifte der Ortsvorsteher einige geplante Vorhaben wie: Austausch der Wasserleitung im Kirchweg, Unterstützung des SV Bofsheim bei der Sanierung des Sportheims, Bitumendecke Hauptwirtschaftsweg „Hormel“ (Zufahrt Sportplatz) nach Möglichkeit im Rahmen des Feldwegprogramms des Landes sowie die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens für unsere Feuerwehr.

„Erfreulich ist weiterhin die Situation im Bofsheimer Kindergarten“, führte Ortsvorsteher Geiger weiter aus. Die Kindergartengruppe mit den verschiedenen Angeboten besuchen derzeit 24 Kinder und in die Kleinkindgruppe gehen zehn Kinder. Nach einer Initiative des Fördervereins der Astrid-Lindgren-Schule wurde in Abstimmung mit der Ortschaftsverwaltung ein Defibrillator angeschafft. Die Einweisung für dieses öffentlich zugängliche Gerät, am Eingang der Halle, soll am 29. Januar erfolgen.

Werner Geiger dankte allen, die wiederum zu diesem regen Gemeindeleben beigetragen haben. Insbesondere dankte er den ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, bei der Chorvereinigung „Eintracht“, dem Sportverein, der Feuerwehr, der Waldhütte, bei der Kirchengemeinde und nicht zuletzt im Ortschaftsrat.

In seinem anschließenden Bildervortrag ließ er die einzelnen Geschehnisse nochmals Revue passieren. Im Namen der Bevölkerung und des Ortschaftsrates dankte stellvertretender Ortsvorsteher Thomas Frey Werner Geiger für seinen Einsatz.