Osterburken

Gemeinderat Osterburken Mitglieder des Gremiums sahen sich bei der Waldbegehung vier verschiedene Waldbilder an / Flächentausch

"Erste positive Effekte zeigen sich deutlich"

Osterburken.Vier verschiedene Waldbilder sahen sich Mitglieder des Osterburkener Gemeinderats bei der Waldbegehung an. Dabei war in diesem Jahr Regenbekleidung erforderlich. Bürgermeister Jürgen Galm begrüßte die Teilnehmer auf dem Vorplatz vor der Baulandhalle ebenso wie seitens der Fortsbetriebsleitung Adelsheim Oberforstrat Martin Hochstein sowie die beiden Revierleiter Dietmar Heid und Jürgen Günther.

Die Besichtigung der Waldflächenzugänge "Gänsäcker", "Dünger" und "Etzenklinge" im Kirnautal sowie der angrenzenden "Nichtwaldflächen" am Stichelesee waren Hauptthemen des Waldbeganges.

Im Zusammenhang mit der Neugründung der Waldgenossenschaft Rinschbachtal wurden größere Waldtausche vorgenommen. Im Kirnautal östlich von Osterburken sind dadurch aus ehemaligem, völlig zersplitteten Privatwald drei neue Stadtwalddistrikte entstanden. Diese sollen, wie die Forstbetriebsleitung Adelsheim plant, in diesem Jahr komplett durchforstet werden. Zusätzlich werden die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Verkehrssicherung und Traufpflege durchgeführt.

Gemeinsam wurde dann zum ersten Waldbild in die "Etzenklinge" gefahren, wo eine Durchforstung zur Verkehrssicherung entlang der Bahnlinie mit auf einer 2,6 Hektar großen Fläche vorgesehen ist.

Wie Oberforstrat Hochstein informierte, zieht sich die Waldfläche entlang der Bahnlinie. Der bahngeleitende Weg war völlig zugewachsen und wurde zur Vorbereitung der Durchforstung im Frühjahr diesen Jahres aufgemulcht. Entlang der Bahnlinie werden alle Bäume entfernt, welche ein Gefahrenpotenzial für den Bahnbetrieb darstellen. Beim zweiten Waldbild im Gewann "Dünger" hatte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 27. Juni beschlossen, drei Flurstücke mit einer Fläche von 1,6 Hektar anzukaufen, die der Stadt kurz vor Beginn der Durchforstung angeboten wurden.

Wie Oberforstrat Hochstein sagte, werde durch den Ankauf die Waldfläche im Dünger sehr gut arrondiert. Die den Waldflächen vorgelagerten Wiesenflächen können bei Bedarf von der Stadt als Aufforstungsflächen herangezogen werden. Der Gemeinderat war der Meinung, dass er mit dem getätigten Kauf der Waldflächen, dessen Wert rund 12 000 Euro betrug, eine gute Entscheidung getroffen hat.

Ende Juni wurde im Distrikt "Gänsäcker" (insgesamt 4,4 Hektar) mit Vollernter durchforstet. Daneben wurden entlang der Schafstraße Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt. Der Einschlag betrug zirka 500 Festmeter im Gewann "Dünger" und "Gänsäcker". Der Erlös betrug 74 Euro pro Festmeter, so Oberforstrat Hochstein. Die Fahrt führte dann weiter zum Stichelesee, wo man im vierten Waldbild erforderliche Maßnahmen um das Gewässer ansah. Der Fischpächter bittet um Rücknahme des Baumbewuchses um den Teich. Daneben sterben auf den Stadtgrundstücken neben dem See die Eschen flächig ab, was zur Gefährdung der Verkehrssicherheit im vorderen Teil der Schafstraße führt. Die Mitglieder des Gemeinderates konnten sich ein Bild von den entsprechenden und erforderlichen Maßnahmen machen, die mit Forstspezialmaschinen durchgeführt werden sollen.

In der Abschlussbesprechung in der Talmühle informierte Oberforstrat Martin Hochstein die Teilnehmer über die Nutzung des Stadtwaldes und das erzielte Betriebsergebnis aus dem Jahre 2016.

Bürgermeister Galm stellte erfreut fest, dass sich aus der Gründung der Waldgemeinschaft und dem damit einhergehenden Flächentausch bereits jetzt erste positive Effekte deutlich zeigen. Anschließend bedankte er sich bei den Forstleuten für die vielen Informationen.