Osterburken

Betrugsmasche in Osterburken 90-Jährige händigte dem Unbekannten ihre Bankkarte aus

Falscher Bankmitarbeiter erbeutet 2000 Euro

Osterburken.Mit einer neuen Betrugsmasche haben Unbekannte nach Angaben der Polizei am Dienstagnachmittag an mehreren Haustüren von Seniorinnen im Neckar-Odenwald-Kreis geklingelt und dabei 2000 Euro erbeutet.

Bei einer 90-Jährigen in Osterburken erschien ein dreister Betrüger, der sich als Bankmitarbeiter ausgab. Er gab vor, dass er bereits mit der Tochter der Seniorin gesprochen habe und gekommen sei, um die Bankkarte der Frau umzutauschen. Während er sich mit der 90-Jährigen unterhielt, erweckte er den Anschein, dass er die familiäre Situation der Frau gut kannte.

Auch hatte er Kenntnis über finanzielle Angelegenheiten der Seniorin, was diese dazu brachte, dem Mann Glauben zu schenken. Infolge übergab die 90-Jährige dem Unbekannten ihre Bankkarte sowie ihre Pin-Nummer. Als der vermeintliche Bankangestellte nicht mit einer neuen Bankkarte zurückkehrte, verständigte die Frau ihre Angehörigen. Später musste sie feststellen, dass von ihrem Bankkonto eine Summe in Höhe von 2000 Euro abgehoben wurde.

30 Jahre alter Mann mit Glatze

Bei dem Unbekannten handelt es sich laut Aussage der Seniorin um einen etwa 30 Jahre alten Mann mit Glatze, der sehr schick gekleidet war und ausgezeichnetes Hochdeutsch sprach. Vermutlich derselbe Betrüger hatte bereits zuvor bei einer 88-Jährigen in Adelsheim geklingelt und sich als Mitarbeiter einer örtlichen Bank vorgestellt. Er täuschte dann vor, dass es Probleme mit einer Überweisung gegeben habe, die er nun nachträglich regeln müsse. Auch in diesem Gespräch verfügte der Unbekannte über Insiderwissen über die Finanzen der Frau. Die resolute 88-Jährige verwies den falschen Bankmitarbeiter nach Angaben der Polizei jedoch aus dem Haus und informierte ihre Bank. Einen weiteren gescheiterten Betrugsversuch gab es in Osterburken.

Die Polizei warnt vor der neuen Masche der hinterhältigen Betrüger. Skeptisch solle man vor allem sein, wenn Unbekannte klingeln oder anrufen. Im Zweifelsfall solle man einen Angehörigen hinzuziehen.

„Grundsätzlich niemals persönliche oder finanzielle Daten an Unbekannte weitergeben“, warnt die Polizei. Niemals Bankkarten, Pin–Nummern oder Wertsachen einer fremden Person übergeben. Außerdem umgehend die Polizei verständigen, wenn man glaubt, von Betrügern angerufen, besucht oder gar getäuscht worden zu sein.