Osterburken

Aktion „Saubere Stadt“ in Osterburken In der Römerstadt und ihren Stadtteilen beteiligten sich zahlreiche Helfer und Kinder an dem Einsatz

Fast-Food-Abfall in allen Ecken gefunden

Die Aktion „Saubere Stadt“ wird in Osterburken regelmäßig durchgeführt, jedoch bisher als Einzelaktion der jeweiligen Stadtteile. Jetzt fand diese Aktion erstmals gemeinsam statt.

Osterburken. Eine solche Aktion trägt erheblich dazu bei, dass festgelegte Bereiche im gesamten Stadtgebiet wie auch in Bofsheim, Schlierstadt und Hemsbach von Müll, Unrat und Schmutz befreit werden, was auch zu einer lebens- und liebenswerten Umwelt gehört.

Einwohner halfen mit

Bei dem gemeinsamen Einsatz, zu dem der Gemeinderat aufgerufen hatte, hatten sich sowohl die Astrid-Lindgren-Schule in Bofsheim, als auch der Kindergarten Hemsbach sowie viele Kinder und Jugendliche und zahlreiche Einwohner eingebracht und somit Engagement gezeigt und echten Umweltschutz betrieben.

Eine größere freiwillige Helfergruppe aus der Stadt Osterburken hatte sich auf dem Vorplatz der Baulandhalle eingefunden, wo sie von Bürgermeister Jürgen Galm begrüßt wurde. Er freute sich, dass doch einige Bürger dem Aufruf der Stadt gefolgt sind und an dieser Aktion teilnehmen.

Für ihn, so Galm, ist es unverständlich, wie Menschen ihren Unrat in den Straßen und auf den Plätzen der Stadt einfach so entsorgen. Auffallend viele Becher und sonstige Utensilien liegen umher, aber das Thema Sauberkeit sei den meisten Einwohnern wichtig.

Vielleicht hilft diese Aktion bei den Menschen, die den Müll „sorglos“ wegwerfen, dass sie umzudenken und und sich dies dauerhaft in den Köpfen verankert.

Galm bedankte sich bei den vielen Helfern für ihre Unterstützung, „die auch mit dazu beitragen, der Stadt wieder ein neues ,Outfit“ zu geben.

Mit einem noch „leeren“ Fahrzeug startete die Aktion schließlich. Ausgestattet mit blauen Säcken, Eimern und den nötigen Sicherheitswesten machten sich die verschiedenen engagierten Sammelteams auf den Weg durch die Stadt und an markante Stellen und Schwerpunkten wie Schaf- und Güterhallenstraße, der Kirchstraße und Rosenberger Straße, Park- und Rideplatz am Bahnhof sowie in die Adelsheimer Straße, um den Unrat und Müll einzusammeln, der zum Schluss der dreistündigen Aktion auf den Baulandhallenplatz zur weiteren Entsorgung gebracht wurde.

Bürgermeister Galm freute sich, dass sich auch Familien mit ihren Kindern an dieser Aktion beteiligten.

Die Säuberungsaktion war in Bofsheim ein voller Erfolg, sagte Ortsvorsteher Werner Geiger im Gespräch mit den Fränkischen Nachrichten. Zahlreiche und Helfer haben sich daran beteiligt. Die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule waren bereits Tage vor dem offiziellen Termin mit ihren Lehrern in allen Ortslagen und im Rinschbachtal unterwegs.

Am eigentlichen Aktionstag trafen sich dann zahlreiche Helfer, darunter einige Jugendliche, beim Feuerwehrgerätehaus, wo der Ortsvorsteher sie begrüßte. Nach der Einteilung in verschiedene Abschnitte der Gemarkung starteten die Helfer mit Schlepper, Anhänger und mit Müllsäcken ausgerüstet in die einzelnen Flure.

Zahlreiche die Landschaft verunstalteten und belasteten Gegenstände, auch mitten im Wald liegend, wurden wieder entdeckt und eingesammelt. Zusammen mit den gefüllten Müllsäcken wurden die einzelnen eingesammelten unterschiedlichsten Gegenstände zur weiteren sachgerechten Entsorgung auf dem Platz vor dem Gerätehaus ausgebreitet.

Ortsvorsteher Geiger dankte bei der Abschlussbesprechung allen Beteiligten, einschließlich den Schülern der Schule für ihren lobenswerten Einsatz für eine saubere Umwelt. Er sprach dabei die Hoffnung aus, dass diese Aktion zu einer weiteren Sensibilisierung dieses Themas in der Bevölkerung beitrage.

Auch in Hemsbach waren bereits am Freitag vor dem Sammeltermin die Kinder des örtlichen Kindergartens unterwegs und hatte Unrat eingesammelt. Am Samstag war Ortsvorsteher Christoph Groß in seiner Begrüßung beeindruckt, dass 42 Helfer zur Säuberungsaktion gekommen waren. Durch diese gemeinsame Sammelaktion, so der Ortsvorsteher, schaffe man ein besseres Bewusstsein für die Umwelt und gehe als Vorbild voraus.

In drei Gruppen wurde dann durch die Gemarkung gelaufen. Nach Beendigung der Aktion hatte man 13 große blaue Säcke gesammelt und das Fahrzeug des städtischen Bauhofes beladen. Unter dem Unrat befanden sich auch Reifen, Schrott, Eisen und viel Plastik. Den interessantesten Fund machte eines der Kinder, denn es fand im Gebüsch eine Drohne.

Alle waren sich einig, dass mehr auf die Umwelt geachtet werden müsse. Vor allem der viele Fastfood-Abfall am Straßenrand war sehr auffällig, sagte der Ortsvorsteher.

Auch im Stadtteil Schlierstadt waren im Dorf und auch im Umfeld zahlreiche Helfer, darunter auch viele Kinder, zu Fuß und mit Fahrzeugen unterwegs, um den umherliegenden Unrat und Müll einzusammeln. Besonders in einer Hecke in Richtung Sportgelände wurde viel Unrat gefunden. Diesen einzusammeln, ging schon an die Grenze des Zumutbaren für das Helferteam. Auch in den Fluren außerhalb von Schlierstadt waren die Fußtrupps unterwegs, wie auch am Grillplatz, wo der stellvertretende Ortsvorsteher Michael Schwebler den Müll einsammelte.

Auch er lobte das große Helferteam das sich an der Aktion beteiligte und denen er für ihre Mithilfe dankte. Für alle Teilnehmer, die mehr als drei Stunden bei dieser Aktion mitwirkten, gab es zum Abschluss, als kleines Dankeschön ein leckeres Essen. F