Osterburken

„Fair-Trade-Town“ Osterburken strebt den Titel an / Gemeinsam Beitrag für eine gute Zukunft leisten

„Global denken – lokal handeln“ als Ziel

Archivartikel

Osterburken.Wie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats beschlossen, möchte die Stadt Osterburken den Titel „Fair-Trade-Town“ anstreben. „Damit wird der dahinterstehende Gedanke ’global denken – lokal handeln’ ein Stück weit realisiert, denn die internationale Kampagne der ’Fair-Trade-Towns’ fördert gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene“, heißt es in einer Mitteilung der Weltgruppe Adelsheim/Osterburken, und weiter:

„Die Idee des Fairen Handels ist zwar schon mehrere Jahrzehnte alt, hat aber noch nichts an Aktualität eingebüßt, denn gerade in der jetzigen Zeit wächst das Bewusstsein, dass gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Handelsstrukturen ein wichtiger Baustein für eine gute Entwicklung des gesamten Planeten sind.

Die Anregung, in diesen Prozess einzusteigen, kam übrigens vom Klimaschutz-Beauftragten des Neckarodenwaldkreises.“

Mit der Initiative zur „Fair-Trade-Town“ könne in Osterburken nicht mehr nur der seit fast 30 Jahren vorhandene Weltladen seine fair gehandelten Produkte ins Bewusstsein der Konsumenten rücken, sondern der faire Handel solle in vielen wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Bereichen bewusst gefördert werden.

Damit „TransFair Deutschland“ diesen Titel verleiht, müssen fünf Kriterien erfüllt werden. Der Ratsbeschluss des Osterburkener Gemeinderats stellt sozusagen den Startschuss dar.

Nun könne die Steuerungsgruppe, bestehend aus Mitgliedern von Gemeinderat, Stadtverwaltung und Weltgruppe Adelsheim/Osterburken, sich darum kümmern, dass Fair-Trade-Produkte in den örtlichen Geschäften und in der Gastronomie angeboten werden und dass Schulen, Gruppen, Kirchen und Vereine den Fair-Trade-Gedanken unterstützen.

„Ermutigend ist es, dass schon in vielen Bereichen etwas getan wird: So genießen seit vielen Jahren die Bediensteten im Rathaus den Kaffee aus dem Weltladen, und für einige Gruppen und Vereine ist es selbstverständlich, dass dieser Kaffee bei Festen und Feiern ausgeschenkt wird.

Auch in den Geschäften und Supermärkten der Stadt stößt man bereits auf Fair-Trade-Produkte, denn die Verbraucher fragen danach.“

Da Nachhaltigkeit als Bildungsziel auch in den neuen Lehrplänen von 2016 verankert ist, würden zunehmend auch die Schulen die Möglichkeit nutzen, den Schülern zum Beispiel im Weltladen die breite Produktpalette des Fairen Handels vorzustellen – und damit die Möglichkeit, als Konsument bewusst zu handeln.

In Deutschland gibt es bisher 513 Fair-Trade-Kommunen, in Baden Württemberg sind es allein 70 Städte und Gemeinden, die sich dieser Idee verschrieben haben.

„Unsere Nachbarstadt Buchen ist eine davon.“ Daher sind die Mitglieder der Steuerungsgruppe optimistisch, dass auch Osterburken sich bald nicht nur mit diesem Titel schmücken, sondern damit auch zeigen kann, dass sie sich den Herausforderungen einer gerechteren Gestaltung der Globalisierung stellt und mit der Förderung des Fairen Handels einen Beitrag für eine gute Zukunft leisten kann.