Osterburken

Gemeinderat Osterburken Gewerbeverein will Innenstadt zu einem Lebens- und Erlebnisraum machen / Antrag: „Geeignete Maßnahmen schnellstmöglich einleiten“

Gunter Hofmann: „Leben findet Innenstadt“

Osterburken.„Leben findet Innenstadt.“ Unter diese „Überschrift“ stand ein Antrag des Gewerbevereins Osterburken, dessen Inhalte Vorsitzender Gunter Hofmann in der jüngsten Sitzung des Osterburkener Gemeinderats vorstellte. So bitten die Mitglieder des Gewerbevereins Verwaltung und Gemeinderat darum, über die Durchführung eines „Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ zu beraten beziehungsweise adäquate Maßnahmen zu ergreifen und umzusetzen.

Als Begründung führte Hofmann Folgendes aus: „In der Vergangenheit verliefen diverse Bestrebungen, die Probleme der Innenstadt anzugehen und Lösungen zu erarbeiten, ins Leere.“

Auch der vom Gewerbeverein aufgestellte Maßnahmenkatalog habe nur schwer umgesetzt werden können und hätte keine Verbesserung der bisherigen Situation gebracht.

Situation verbessern

„Durch das ausgewiesene Sanierungsgebiet – also Friedrichstraße, Mühle, Stadtgarten, Bahn- und Postareal – sind die Rahmenbedingungen für geeignete Maßnahmen grundsätzlich gegeben“, so Hofmann, der als Sprecher des Gewerbevereins auch einige Lösungsansätze aufzählte.

Als „beispielhafte Themen“ nannte er unter anderem die Schaffung von attraktiven Ladenflächen und barrierefreiem Wohnraum in der Innenstadt, Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser, die Nahversorgung in der Innenstadt, beispielsweise durch einen Wochenmarkt, das gastronomische Angebot, das Verkehrskonzept, Bürgerprojekte (Bahnhof und Stadtgarten) sowie Platz- und Flächengestaltung (Marktplatz und Friedrichstraße). Ziel sei es, die Innenstadt zu einem Lebens- und Erlebnisraum aller Generationen zu machen.

„Der Gewerbeverein ist der Ansicht, dass zwingend Handlungsbedarf besteht, um die momentane Situation in der Innenstadt zu verbessern“, fasste Hofmann zusammen und fügte hinzu: „Der Lebens- und Wohnqualität, dem demografischen Wandel und dem Warenangebot sollten Priorität eingeräumt werden“.

Auf die Bitte des Vorstands an den Gemeinderat, sich dieser Aufgabe verstärkt zu stellen und diese Thematik zeitnah zu beraten, um geeignete Maßnahmen schnellstmöglich einzuleiten, zeigte sich Bürgermeister Jürgen Galm „etwas überrascht“; wohl auch, weil er vorab nicht über den Antrag informiert, sondern im Rahmen der Fragestunde damit konfrontiert wurde.

„Ich nehme das gerne mit“, so das Stadtoberhaupt, das aber auch erklärte, dass „nicht alle Dinge alleine von der Stadt bewältigt werden“ könnten. Wünschenswert wäre es, wenn sich viele Leute finden, die mitmachen, denn: „Das Innenleben betrifft nicht nur die Geschäfte, sondern ist ein soziales Miteinander.“